Die 5 wichtigsten Grundfunktionen von Facebook-Gruppen

Facebook-Gruppen haben sich als effektiver Marketing-Kanal für dein Business erwiesen, da die Beiträge im Newsfeed meist eine höhere Position erreichen als die Posts einer Fanpage. Damit du als Gruppenadministrator das Potential voll ausschöpfst, solltest du diese fünf wichtigen Grundfunktionen von Facebook-Gruppen kennen und nutzen.

1. Drei Fragen an beitretende Mitglieder stellen

Betreibst du eine geschlossene Facebook-Gruppe, kannst du durch einen kurzen Fragebogen schnell herausfinden, ob der Bewerber zu deiner Gruppe passt oder nicht. Zudem lernst du deine Gruppenmitglieder über die Antworten etwas besser kennen und kannst gegebenenfalls die geposteten Inhalte optimieren.

Dazu formulierst du eine, zwei oder drei Fragen, die jeder beitrittswillige Nutzer beantworten soll. Jede deiner Fragen kann bis zu 200 Zeichen lang sein. Wähle im Menü deiner Gruppe unter "Mitgliedsanfragen" die Option "Stelle potenziellen Mitgliedern Fragen". Hier kannst du deine Fragen auch später bearbeiten.

Wer nun auf den "Beitreten"-Button der jeweiligen Gruppe klickt, bekommt ein Formular mit deinen Fragen eingeblendet. Dies gilt auch für Nutzer, die in deine Gruppe eingeladen wurden. Klicken sie auf die Benachrichtigung zur Einladung, gelangen sie zur Gruppe und zum Fragebogen. Jede Frage kann der Nutzer kurz mit maximal 250 Zeichen beantworten. Eine Pflicht zum Antworten gibt es jedoch nicht. Der Nutzer kann nach dem Auslösen der Beitrittsanfrage das Formular komplett oder teilweise ausfüllen und anschließend an dich schicken. Alternativ hat er die Möglichkeit, auf den Button "Abbrechen" zu klicken. Die Beitrittsanfrage wurde zu diesem Zeitpunkt bereits an deine Gruppe geschickt.

Sinn dieser Funktion ist es laut Facebook, dass du Interessenten offene Fragen stellst. Der Bewerber kann also nicht einfach mit ja oder nein antworten, sondern muss selbst eine passende Antwort formulieren. Dadurch erhältst du in der Regel hochwertigere Informationen über die Person und kannst basierend darauf entscheiden, ob du denjenigen in deine Gruppe aufnehmen möchtest. Du kannst zum Beispiel nach persönlichen Erfahrungen oder Meinungen des Bewerbers zum Gruppenthema fragen, nach seinen Gründen zum Beitritt oder nach ähnlichen für dich relevanten Informationen.

2. Aufnahmeregeln für neue Mitglieder festlegen

Zusätzlich zum Fragebogen bietet dir Facebook gezielte Selektionsmöglichkeiten. Die gewählten Kriterien gleicht Facebook mit dem Profil des Interessenten ab. Nur wenn derjenige die Voraussetzungen erfüllt, wird der "Beitreten"-Button aktiviert. Die entsprechenden Einschränkungen sind beim Aufruf der Gruppe ersichtlich.

Du kannst hier unter anderem auswählen, ob der Nutzer zu einer bestimmten Altersspanne gehören, in einem bestimmten Gebiet wohnen oder welches Geschlecht er haben soll. Über diese Filter kontrollierst du mit wenig Aufwand, welche Eigenschaften deine Mitglieder erfüllen.

3. Gruppenregeln definieren und prominent platzieren

Spam, Hasspostings oder ähnliches können den Ton in einer Gruppe schnell vergiften und Mitglieder abschrecken. Um dies von Anfang an zu unterbinden, kannst du bei Facebook seit Anfang 2018 individuelle Gruppenregeln festlegen. Diese dürfen den Richtlinien des sozialen Netzwerks aber nicht widersprechen.

Die Regeln werden gut sichtbar in der Gruppe eingeblendet: Sie erscheinen unter anderem im Info-Tab sowie unter dem Tab "Diskussion". Bei letzterem sind sie zu sehen als Ankündigung unter dem Eingabefeld, über das ein neues Posting erstellt werden kann. Das ist auch in der Mobil-Ansicht der Fall. So haben die Nutzer die Regeln stets im Blick.

Eine Vorlage gibt es nicht, Facebook hält nur vier Vorschläge bereit. Du formulierst und formatierst selbst, was bei dir erwünscht ist und was nicht. Die Regeln sind nicht rechtlich bindend, sondern gelten als Richtlinie. Hält sich ein Nutzer nicht daran, darfst du ihn verwarnen oder aus der Gruppe entfernen.

4. Individuelles Erscheinungsbild dank eigenem Farbdesign

Eine Gruppe, die von einer Fanpage eröffnet wird, sieht genauso aus wie eine reguläre Gruppe. Um den Wiedererkennungswert zu steigern und deine Gruppe individueller zu gestalten, kannst du in den Gruppen-Einstellungen eine eigene Farbe auswählen. Statt dem Facebook-Blau sehen alle Mitglieder die entsprechenden Elemente anschließend in deiner Farbe.

Dies ist besonders praktisch, wenn du ein Corporate Design besitzt. Dann kannst du deine Gruppe farblich daran anpassen. Zudem bieten dir Gruppen wie bei jedem Profil und jeder Fanpage auf Facebook die Möglichkeit, ein eigenes Titelbild hochzuladen. Wenn du die Gruppen-Optik farblich an das Bild anpassen möchtest, klickst du in den Einstellungen bei "Farbe" statt einem Farbton den Kreis mit deinem Titelbild an. Dadurch wählt das soziale Netzwerk automatisch eine Farbe, die dazu passt. Wechselst du dein Titelbild, ändert sich auch die Farbe deiner Gruppe.

5. Lektionen über Social Learning erstellen

Du möchtest einen Online-Kurs über deine Gruppe aufbauen? Dann ist Social Learning das richtige Feature für dich. Aktiviere im Bereich "Gruppenart" die Option "Social Learning", um alle Funktionen nutzen zu können.Als Administrator kannst du nun in deiner Gruppe individuelle Lerneinheiten erstellen und diesen einzelne Postings zuordnen. Die Beiträge erscheinen daher innerhalb der Gruppe nicht mehr chronologisch, sondern inhaltlich sortiert. Dies funktioniert jedoch nur im Browser, nicht in der App. Um deine Lektionen zu erstellen oder zu löschen, rufst du im Gruppen-Menü den Punkt "Einheiten" auf.  Die Gruppenmitglieder können die einzelnen Lektionen selbstständig abarbeiten und mit "gelesen" markieren. So hast du als Admin den Fortschritt der Nutzer stetig im Blick. 

Fazit

Mit einer Facebook-Gruppe, die du über deine Fanpage oder unabhängig davon erstellen kannst, kannst du noch intensiver und erfolgreicher mit deiner Zielgruppe in Kontakt treten. Um die Kommunikation zu optimieren, stellt dir das soziale Netzwerk praktische Funktionen zur Verfügung. Damit kannst du deine Gruppe sowohl optisch als auch inhaltlich genau nach deinen Vorstellungen gestalten und auf passende Mitglieder beschränken. Neben den Grundfunktionen, die wir dir in diesem Beitrag vorgestellt haben, gibt es zudem auch erweiterte Funktionen für den laufenden Betrieb deiner Facebook-Gruppe. Je besser du die Gruppe an deine Zielgruppe anpasst, desto leichter zieht sie auch die gewünschten Personen an. Eine optimierte Gruppe ist daher auf Dauer viel erfolgreicher.

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