Erste Schritte auf Instagram - so gelingt dein Start

Wer mit der Zeit geht, der nutzt Instagram - das dürfte sich auch schon zu dir herumgesprochen haben. Blickt man einmal zurück auf die Instagram-Historie, sieht man einen beeindruckenden Werdegang, den das Netzwerk seit dem Start im Jahr 2010 zurückgelegt hat. Insbesondere die jüngere Generation der bis zu 35-Jährigen verbringt täglich rund eine halbe Stunde auf Instagram und sieht Facebook nur noch als das zweitwichtigste soziale Netzwerk. Es wird also wirklich Zeit, dass du für dein Online-Projekt Instagram als Social-Media-Kanal berücksichtigst. Damit du bei dem Foto- und Videodienst aktiv mitspielen kannst, brauchst du natürlich einen Account. Wie du als Unternehmer erste Schritte auf Instagram gehst und Anfängerfehler beim Start vermeidest, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Instagram-Account einrichten leicht gemacht

Instagram ist als Plattform konzipiert, die auf mobilen Endgeräten ihre Faszination am besten entwickelt. Es gibt zwar mittlerweile auch die Möglichkeit, auf Instagram per Browser zuzugreifen - zum Beispiel über den Desktop-PC, doch bei dieser Option sind nicht alle Features und Tools verfügbar. Schritt Nummer Eins ist demnach, die Instagram-App für dein iPhone oder Android-Gerät herunterzuladen. Instagram erschien im Jahr 2010 zunächst iPhone-exklusiv und bis heute wird die iPhone-App von den Entwicklern bevorzugt gepflegt. Falls du also mehrere Smartphones in Gebrauch hast, dann nutze besser dein Apple-Gerät für Instagram.

Wenn du die App zum ersten Mal öffnest, beginnt der übliche Registrierungs-Prozess. Denk dabei daran, dass zukünftig vielleicht auch Kollegen von dir Zugriff auf den Instagram-Account haben sollen und registriere dich dementsprechend mit einer E-Mail-Adresse, zu der du den Zugang teilen kannst. Von der Option, sich über sein privates Facebook-Profil bei Instagram anzumelden, ist folgerichtig abzuraten. Den Benutzernamen kannst du zwar wie das Passwort für Instagram später noch ändern, aber der Benutzername ist dennoch wichtig. Denn dieser wird prominent auf deinem künftigen Profil platziert und zudem auch als Tag genutzt.

Normalerweise wirst du den Namen deines Unternehmens oder Projekts als Benutzername bei Instagram wählen. Falls dieser bereits besetzt ist, hat es sich bewährt, den Namen um ein Anhängsel zu erweitern, beispielsweise "official". Nun führt dich die App zum Ausfüllen des Profils. Dabei werden abgefragt:

  • Name: Im Gegensatz zum Benutzernamen können Namen bei Instagram auch mehrfach vorkommen. Hier trägst du also einfach den Namen ein, unter dem deine Online-Aktivitäten bekannt sind.
  • Profilbild: Dieses wird bei Instagram kreisförmig angezeigt im Format von 110 mal 110 Pixel. Verwende hier dein Logo oder ein Foto, auf dem du gut getroffen bist.
  • Webseite: Hier ist zunächst die einzige Möglichkeit für dich, von deinem Instagram-Profil aus auf deine Webseite zu verlinken. Deshalb empfiehlt es sich, eine trackbare URL zu nutzen, mit der du nachvollziehen kannst, welcher Traffic von Instagram kommt.
  • Steckbrief: Hier umreißt du in maximal 150 Zeichen den Inhalt, der von deinem Instagram-Kanal zu erwarten ist. Dies ist die Stelle, in der du auch ein oder zwei Hashtags einfügen kannst, die zu deinen Produkten oder Dienstleistungen passen.

Private Informationen wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geschlecht und Geburtsdatum werden bei Instagram nicht öffentlich angezeigt. Die Telefonnummer eignet sich allerdings für eine zweistufige Authentifizierung bei deinem Instagram-Account.

Grundsätzlich solltest du alle Felder auf deinem Instagram-Profil mit Inhalt füllen. Keine Angst: Du kannst später alle Einträge editieren und so weiter an deinem Auftritt feilen. Entscheidend ist, dass die Informationen kompakt und korrekt sind. Bist du auf mehreren Social Media-Kanälen unterwegs und pflegst deine eigene Internet-Präsenz, dann achte bitte darauf, mit Foto, Slogan und ähnlichem einen Wiedererkennungswert zu erzielen. Dadurch wissen andere Instagram-Nutzer sicher, dass sie es mit dir und deinem Unternehmen zu tun haben.

Ein wichtiger Hinweis noch für die Ersteinrichtung deines Instagram-Accounts: Die App wird dir Vorschläge machen, wem du folgen könntest. Überspringe diesen Schritt, solange du noch keine eigenen Inhalte zur Verfügung stellst. Denn ohne Fotos ist dein Instagram-Kanal nicht attraktiv für ein sogenanntes Follow-Back.

Die Unterschiede zwischen privatem Profil und Business Account

Du beabsichtigst ja, Instagram professionell zu nutzen. Die logische Konsequenz ist daher, direkt einen Instagram-Business-Account einzurichten. Dieser bietet neben den Funktionen eines privaten Accounts zusätzlich Zugriff auf die Instagram-eigenen Analysetools, die Möglichkeit Werbung zu schalten sowie die Option, im Profil eine E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Postadresse zur Kontaktaufnahme zu veröffentlichen. Der Business Account bei Instagram ist bis auf Werbemaßnahmen kostenlos und deshalb empfiehlt es sich, gleich von Beginn an auf ein professionelles Profil zu setzen. Einzige Voraussetzung für die Einrichtung ist eine bereits vorhandene Facebook-Seite, bei der du als Administrator eingetragen bist. Mit dieser Facebook-Page wirst du dein Profil bei Instagram unter dem Menüpunkt "Zum Unternehmensprofil wechseln" verbinden. Die ganze Angelegenheit dauert nur wenige Minuten und hat auch deshalb Priorität, weil die Analysetools nur auf Posts anwendbar sind, die veröffentlicht werden, nachdem das Profil von privat auf professionell umgestellt wurde. Übrigens gibt es keine Hinweise darauf, dass Instagram mit seinem Algorithmus private Accounts bevorzugt zu Unternehmensprofilen behandelt.

Die grundlegenden Funktionen der Instagram App

Dein Unternehmensprofil ist jetzt aktiv und die App gestartet. Am unteren Bildschirmrand findest du fünf Symbole, mit denen du von nun an regelmäßig bei Instagram zu tun haben wirst. Von links aus betrachtet sind dies:

  • Das stilisierte Haus (Home-Icon) bringt dich zum eigentlichen Instagram-Feed, dem Herzstück dieses Social Media-Kanals.
  • Die Lupe lässt dich Suchen nach Namen oder Hashtags starten oder Posts entdecken, die Instagram dir individuell vorschlägt. Dazu gibt es die Option, gezielt zu Themengebieten wie Kunst, Sport oder Style inspiriert zu werden.
  • Der Plus-Button ist derjenige, unter dem du deine eigenen Posts erstellst.
  • Das Herz steht für "Activities" und dort bekommst du angezeigt, wer deine Posts geliked hat, wer dir neu folgt und welche Beiträge von Dritten deine Follower liken.
  • Der stilisierte Halbkörper symbolisiert das Menü, unter dem du dein Profil verwaltest. Hier ist auch die Funktion zu finden, mit der du den privaten Account auf ein Unternehmensprofil umwandelst.

Am oberen Bildschirmrand siehst du drei weitere Symbole:

  • Die Kamera erlaubt es, aus der App heraus Fotos zu schießen und Videos aufzunehmen.
  • Der Fernseher bringt dich zu IGTV (Instagram TV), wo längere Videos laufen.
  • Das Papierflugzeug ist der Button für Direktnachrichten.

Im Grunde kannst du bei deinen ersten Erkundungen auf Instagram wenig falsch machen, solange du nicht selbst unbedacht zu posten beginnst. Probier die verschiedenen Buttons also ruhig aus und bekomme so einen Eindruck davon, wie sich Instagram anfühlt. Wir werden in weiteren Beiträgen noch detailliert darauf eingehen, welche Funktionen du wie am sinnvollsten für deine Ziele einsetzt.

Das spezifische Vokabular bei Instagram

Instagramer, wie sich die Poweruser dieses sozialen Netzwerkes selbst nennen, benutzen eine Reihe von Begriffen, die dir vielleicht noch unbekannt sind oder über deren Bedeutung du dir nicht sicher bist. Die Nummer Eins lautet Hashtags. Gemeint sind damit Wörter, Abkürzungen und kurze, ohne Leerzeichen geschriebene Sätze, denen eine Raute (#) vorangestellt wird. Der vom DFB propagierte Hashtag #ZSMMN für die Nationalmannschaft mutierte während der Weltmeisterschaft zur Lachnummer und sollte "Zusammen" heißen. Der Hashtag #MeToo brachte es im Zuge von Berichten über sexuelle Belästigungen bis in die Nachrichten und zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag. Das Thema Hashtags bei Instagram wird uns noch ausführlicher beschäftigen, für den Moment kurze Erklärungen für einige oft genutzte:

  • #tbt steht für "Throwback Thursday" und geht auf die Tradition zurück, immer Donnerstags einen fotografischen Rückblick auf die schon länger zurückliegende Vergangenheit bei Instagram zu posten.
  • #nofilter bedeutet, dass für das gepostete Foto keiner der Filter von Instagram angewendet wurde.
  • #latergram gibt an, dass ein Foto früher entstanden ist als zum Zeitpunkt des Posts und so mit dem Live-Charakter von Instagram spielt.
  • #like4like und #follow4follow zählen zu Community-Hashtags und versprechen, sich für ein Like mit einem Like zu bedanken beziehungsweise neuen Followern ebenfalls zu followen.

Aber was sind diese Follower überhaupt? Bei deiner Facebook Page heißen sie Fans und bei Instagram Follower - gemeint ist immer die Gruppe von Menschen oder anderen Projektseiten, die deine Posts abonniert haben. Die Anzahl der Follower, die ein Instagram Profil hat, wird dort auch angezeigt und gibt Hinweise darauf, wie populär ein Account ist. Du wirst daran interessiert sein, viele aktive Follower zu gewinnen. Wie das gelingt, erklären wir in einem gesonderten Beitrag. Following beschreibt umgekehrt die aktive Handlung des Abonnierens von anderen Instagram-Accounts.

Bei Instagram können Benutzernamen mit einem Hashtag versehen werden. Wenn aber getaggt wird, also ein Profil auf einem Post markiert werden soll, wird der Benutzername mit dem At-Zeichen (@) verknüpft. Der Tag lautet also etwa @instagram für das Profil des sozialen Netzwerks selbst. Du markierst andere Profile oder wirst dementsprechend von anderen mit einem @-Tag markiert. Das gilt auch für untereinander ausgetauschte Nachrichten.

Emojis schließlich sind diese kleinen Piktogramme, mit denen sich Gefühle gut ausdrücken lassen und sogar kleine Geschichten erzählt werden. Instagram unterstützt die Standard-Emojis, du musst dafür aber ein Tastatur-Layout installieren, welches solche Emojis unterstützt. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil Emojis bei Instagram als Hashtags erlaubt sind.

Fazit: Erste Schritte auf Instagram - dein Einstieg ist geschafft

Wahrscheinlich ist dein Business Account bei Instagram nun live und du ergreifst die Chance, dich in Ruhe ein bisschen umzuschauen auf diesem Social-Media-Kanal. Einige typische Verhaltensweisen wirst du bereits von Facebook und Co. kennen, andere Details von Instagram mögen dir noch neu erscheinen. Aber der erste Schritt ist getan und von nun an geht es darum, mit einer cleveren Strategie deine Community auf Instagram aufzubauen und natürlich auch passenden Content zu produzieren, der dein Unternehmen vorwärtsbringt. Zu diesen und anderen Fragen findest du schon bald mehr hier auf unserem Blog.

Stay tuned!

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