Alles, was du 2018 über Facebook Gruppen wissen solltest

Facebook Gruppen bringen dein Business unabhängig von der Branche voran. Doch Dynamik und Inhalte unterscheiden sich stark von den offiziellen Facebookpages.

Seit diesem Jahr hast du zudem noch mehr Möglichkeiten, noch mehr aus Facebook Gruppen herauszuholen. Welche das sind und wie du eine erfolgreiche Gruppe auf die Beine stellst, erfährst du hier von A-Z.

Was der neue Facebook-Algorithmus für dich bedeutet

In den 1990ern hieß es, erst die Homepage macht das Profil einer Firma komplett. Heute kommst du, egal ob großes Unternehmen, mittelständischer Betrieb oder Entrepreneur mit einem Dawanda-oder Ebay-Shop am Medium Facebook nicht mehr vorbei.

Vermutlich ist Facebook für dein Unternehmen nichts Neues, mit Sicherheit hast du dir, neben deinem privaten Profil schon eine Business-Seite angelegt und eventuell sogar in Werbung investiert. Das reicht leider nicht (mehr) aus.

Denn Facebook ist einst als soziales Netzwerk und nicht als Werbeplattform gegründet worden. Genau zu diesen Wurzeln will Mark Zuckerberg mit dem neuen Facebook-Algorithmus wieder zurück.

Wahrscheinlich ist dir schon aufgefallen, dass du weniger Beiträge von Seiten siehst und dafür wieder viel mehr von deinen Freunden und Facebook Gruppen. Die organische, natürliche Reichweite von Seiten, mit denen du interagierst, wird gen Null gefahren. Betreibst du für dein Unternehmen selbst so eine Page, bedeutet das, dass du kannst dein Publikum mittelfristig nur noch über bezahlte Werbung erreichen kannst.

Vielleicht wäre das für dich kein Problem, hätte der Facebook-Chef nicht noch eine weitere Fußangel eingebaut. Du hast zwar die Möglichkeit, dir die sogenannten gesponserten Posts zu kaufen, aber die Anzahl der Anzeigenplätze, die den Usern im Newsfeed gezeigt werden, bleibt unverändert.

Dank des neuen Algorithmus wird der Wettbewerb um diese Werbeplätze jetzt noch härter, was über kurz oder lang zu steigenden Preisen führen wird. In letzter Konsequenz zahlst du mehr und hast dadurch dieselbe oder sogar weniger Reichweite für deine Posts.

Der einzig positive Nebeneffekt: Auch Clickbaiting, Gewinnspiele oder Live-Abstimmungen werden dadurch weniger.

Du kannst zwar selbst in deinen Einstellungen dafür sorgen, dass von dir favorisierte Seiten ganz oben in deinem Newsfeed auftauchen - aber damit löst du nicht das Problem, wie deine Follower deine Posts in Zukunft sehen.

Zeit für dich, auf deine Facebook Gruppen zu setzen. Denn mit Facebook Gruppen hast du eine echte Chance, in Zukunft im Newsfeed deiner Zielgruppe zu erscheinen. Wenn du es richtig anstellst, sogar noch prominenter als in all den Jahren zuvor.

Vor Facebook Gruppen steht die eigene Page

Facebook setzt den Fokus immer mehr, wie das ursprünglich auch geplant war, auf engeren Kontakt innerhalb ausgewählter Kreise. Aus diesem Grund wartet das Netzwerk 2018 mit einer Fülle an neuen Features für die Facebook Gruppen auf.

Doch der Reihe nach:

Denn eine eigene Page dort benötigst du natürlich nach wie vor. 31 Millionen Deutsche waren Ende 2017 aktiv auf Facebook. Das bedeutet für dich, du kannst deine Zielgruppe nirgendwo kompakter und effektiver abholen, wo sie sich ohnehin schon tummelt.

Reichweite: Facebook ist Teil des Alltags vieler Menschen. Gelesen wird nicht nur einmal täglich, sondern die meisten nutzen das Netzwerk auf dem Smartphone, wann immer sich eine Gelegenheit ergibt. Es wird gepostet, gelikt, gelesen und kommentiert. Du bist mit deinem Unternehmen sozusagen theoretisch bei unzähligen Nutzern mit in der Jackentasche dabei.

Günstig: Nicht jedes Unternehmen hat in seinen Anfangszeiten unbegrenzt Geld für Marketingmaßnahmen zur Verfügung. Um an deine eigene Facebook Page zu kommen, musst du keinen Cent investieren. Mit relativ wenig Aufwand kannst du schon eine hohe Wirkung erzielen. Das gilt vor allem dann, wenn deine Inhalte Mehrwert haben. Durchstarten kannst du ohne Risiko.

Später kannst du entschieden, deine Page weiter zu optimieren und gegebenenfalls Werbung zu schalten, die trotz Preiserhöhung immer noch deutlich günstiger ist als auf anderen Kanälen. Wie viel Zeit und Geld du in diesen Marketingkanal investierst, bleibt dir selber überlassen.

Treffe deine Kunden: Facebook ermöglicht dir, mit Bestandskunden und potenziellen Kunden direkt zu kommunizieren. Du kannst Umfragen schalten, mit deinen Kunden diskutieren und nach ihrer Meinung fragen. Dieses Feedback kannst du optimal für sich und deine Produkte oder Dienstleistungen nutzen und gegebenenfalls nachjustieren.

Positionierung: Dank der enormen Reichweite von Facebook ist es dir, das notwendige Engagement vorausgesetzt, ein leichtes Spiel, deine Marke zu positionieren.

"Warme" Kontakte: Du kennst das wahrscheinlich aus anderen Marketingmaßnahmen - du startest eine Kampagne und hast Mühe, ein paar Kunden von dir und deinen Leistungen zu überzeugen. Wer deine Page bei Facebook liket, signalisiert dir, dass er wirklich an deinen Produkten interessiert und somit offener für deine Angebote ist.

Sichtbarkeit: Die Suchmaschinen lieben die sozialen Medien. Daher erhöht deine Page automatisch die Sichtbarkeit bei Google & Co. Wird deine Seite SEO-optimiert, geht dein Ranking relativ schnell nach oben.

Mehr Traffic: Facebook ist ein Verkaufstrichter. Das bedeutet, via diesen Kanal sind die Leute gerne bereit, deine Internetpräsenz oder deinen Onlineshop zu besuchen. Wird auf die Links auf deiner Page geklickt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du direkt kontaktiert wirst oder der Kunde sofort etwas bei dir kauft.

Messbarkeit: Eine Page für dein Business ermöglicht dir Einblick in wertvolle Statistiken. Du siehst, welche deiner Posts am meisten gelesen und geteilt wurden und kannst auch die Interaktion beobachten. Daneben zeigt dir Facebook, aus welcher Gegend deine Fans stammen und wann sie besonders aktiv sind. So kannst du deine Werbung optimieren.

Zielgruppen: Nichts ist ärgerlicher als eine Kampagne, die an der Zielgruppe vorbei geht. Via Facebook kannst du Usergruppen ganz gezielt ansprechen. So minimierst du Streuverluste und kannst dein Budget effektiver einsetzen. Der Split-Test erlaubt dir, den Erfolg deiner Kampagne frühzeitig zu testen.

Konkurrenz: Die Likes, die Seiten deiner Mitbewerber haben, kannst du jederzeit sehen. Auch sonst bieten dir die Pages Anderer gerade am Anfang gutes Anschauungsmaterial. Aus Posts und Aktionen deiner Konkurrenz kannst du Rückschlüsse ableiten, was bei deiner Zielgruppe gut ankommen wird. Das erspart dir viel Grübeleien über Maßnahmen.

Community: Community Marketing ist einer der großen Trends. Das bedeutet, die User nehmen selbst eine aktive Rolle ein und gestalten im Idealfall die Inhalte mit.

Wie jedoch die Neuerungen im Algorithmus zeigen, genügt die Page alleine nicht mehr, um optimale Marketingmaßnahmen durchzuführen. Das heißt, du benötigst jetzt spätestens ab 2018 Facebook Gruppen, um das soziale Netzwerk optimal für dich nutzen zu können.

Denn Community passiert in Facebook Gruppen und nicht auf den Seiten. Facebook Gruppen ist ein Thema, das du nicht mehr auf die lange Bank schieben kannst. Startest du mit Facebook Gruppen richtig durch, ist dir großer Erfolg gewiss.

Der Mehrwert von Facebook Gruppen gegenüber einer Page

Größere Reichweite: Der neue Algorithmus verringert automatisch die organische Reichweite deiner Page. Beiträge aus Facebook Gruppen werden im Newsfeed der User jedoch prominenter platziert. Somit erhöht sich durch die Facebook Gruppen deine Reichweite sogar.

Lebendige Community: Vielleicht erinnerst du dich noch an die Zeit, als sich alle in Internetforen die Köpfe heiß geredet haben? Bis auf einige wenige Institutionen hat sich die Freude am Diskutieren in die Facebook Gruppen verlagert. Wie im klassischen Internetforum auch, tummeln sich hier Menschen, die Kontakt mit Gleichgesinnten pflegen, Themen, die ihnen wichtig sind, diskutieren und sich über Hobbys, Interessen und alle Facetten des Lebens austauschen.

Interaktion: Wahrscheinlich kommt dir das von deiner Page bekannt vor. Du postest, bekommst vielleicht sogar eine ordentliche Anzahl von Likes, aber nur alle Schaltjahre stellt ein User unter dem Post eine Frage und eine Diskussion kommt ohnehin nie zustande.

Vorausgesetzt, du ziehst Facebook Gruppen richtig auf und füllst sie mit ansprechendem Content, schaffst du einen Treffpunkt für Menschen, die engagiert und am Austausch interessiert sind.

Deine Mitglieder können in Facebook Gruppen eine Menge Dinge tun, die ihnen auf einer normalen Page nicht möglich sind. Dazu gehören gemeinsame Fotoalben, das Hochladen von Gruppen-relevanten Dokumenten und Einladungen zu Veranstaltungen.

Feedback: Im geschützten Rahmen von Facebook Gruppen kannst du ganz gezielt auf die Bedürfnisse und Fragen deiner Community eingehen. Facebook Gruppen sind der ideale Ort, um neue Impulse zu erhalten. Denn in einer beiläufigen Diskussion verraten dir die User mehr als du dir vorstellen kannst. Das hilft dir dabei, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, die wirklich nachgefragt werden. Einen weiteren Anhaltspunkt liefern dir die Gruppenstatistiken.

Exklusivität: Während auf deiner Page jeder vorbeischauen und "Like" drücken kann, haben Facebook Gruppen einen eher exklusiveren Charakter. Hier hast du die Möglichkeit, deinen Kunden ein spezielles Erlebnis und besondere Mehrwerte zu schaffen.

Kundenbindung: Je, nachdem wie sich eine Diskussion entwickelt, entsteht ein vertrauter Rahmen. Dieser persönliche Aspekt ist für den direkten Kontakt mit deinem Unternehmen sehr wertvoll.

Überblick: Du hast in Facebook Gruppen jederzeit die administrative Kontrolle und kannst bestimmen, wer Mitglied sein darf. Zudem hast du die Möglichkeit, deine Einstellungen so zu setzen, dass neue Beiträge erst von dir freigeschaltet werden müssen bevor sie sichtbar werden.

Auf dem Prüfstand: Was du vor dem Eröffnen von Facebook Gruppen bedenken musst

Ob du darüber nachdenkst, Facebook Gruppen für dein Unternehmen zu eröffnen oder ob du eine bereits vorhandene Gruppe reanimieren möchtest - im Vorfeld stehen einige Überlegungen auf dem Plan, damit du den maximalen Erfolg erzielen kannst. Wie du nachher sehen wirst, ist die Einrichtung von Facebook Gruppen relativ einfach. Aber sie wird dir nichts nutzen, wenn du dir keine Ziele festlegst und ohne Strategie an die Sache gehst.

Im Vordergrund von Facebook Gruppen stehen Austausch und Interaktion. Frage dich also, was du mit der Gruppengründung erreichen möchtest. Möchtest du nur Produkte präsentieren, ist die Page immer noch die bessere Wahl. Liegt es dir daran, Kundenpflege oder Kundenbindung zu betreiben, ist eine Gruppe das richtige für dich.

Frage dich jedoch kritisch, ob die Facebook-Community wirklich auf deine Gruppe gewartet hat. Denn sieht ein User keinen Nutzen in den Inhalten, die du bietest, ist schnell der "Austreten"-Button gedrückt oder Facebook Gruppen werden auf "nicht mehr anzeigen" verschoben.

Wenn du in deiner Gruppe jedoch exklusive Infos und Aktionen zu Produkten gibst, Rat und Hilfestellung, eventuell sogar in Form von Tutorials, erteilst oder für die Teilnehmer eines deiner Seminare einen geschützten Raum schaffst, kann dir dieses Engagement viel nutzen.

Klar ist, dass du mit Facebook Gruppen nicht alle ansprechen kannst und sollst. Du bist schließlich kein Bauchladen. Ganz ohne roten Faden funktioniert es nicht, weshalb du dir vorab Überlegungen zu deiner Zielgruppe machen solltest. Alles Engagement in Ehren, aber eine Facebook Gruppen am Laufen zu halten und zu verwalten ist Mehrarbeit. Du musst nicht nur Mitglieder und Beiträge freigeben, sondern auch moderieren und dir natürlich Inhalte überlegen.

Frage dich ehrlich, ob du ausreichend Kapazitäten zur Verfügung hast oder ob die diese Aufgabe an jemanden delegieren kannst.

Was User von Facebook Gruppen erwarten

In deiner Gruppe befindet sich im Idealfall auch deine Zielgruppe, trotzdem stellt die Community nicht ausschließlich deine Zielgruppe dar. Viel eher handelt es sich bei ihr um einen lebendigen Organismus, der sich aus dauerhaften und temporären Beziehungen speist.

Dein Community-Building ist daher in erster Linie ein Service für die Mitglieder, der sich auf deren Nutzen fokussiert. Nur mit einer derartigen Ausrichtung hat deine Marke oder Dienstleistung Erfolg.

Konkret suchen User die Folgendes in Facebook Gruppen:

  • Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten und Experten
  • konkrete, anwendbare Informationen
  • Informationsvorsprung
  • Expertenwissen
  • Hilfestellung und Problemlösungen
  • berufliche Weiterentwicklung
  • Hilfe in diversen Lebenssituationen
  • gegenseitige Unterstützung
  • Solidarität in Lebenssituationen und Anliegen
  • Unterhaltung
  • Pflege ihres Hobbys
  • neue Kontakte mit Gleichgesinnten

Wenn du dir anschaust, was User nicht suchen, wird schnell klar, dass Facebook Gruppen weder als reines Marketinginstrument noch als Reklamekanal taugen:

  • Offensive Werbung
  • Selbstbeweihräucherung von Firmen oder Coaches
  • Inhalte ohne Mehrwerte
  • Inhalte, die schon auf vielen anderen Seiten zu finden sind
  • zu komplexe Inhalte
  • veraltete Beiträge
  • irreführende Inhalte
  • das Gefühl, für Zwecke des Unternehmens instrumentalisiert zu werden

Füllst du deine Gruppe mit Inhalten nach Schema F, darfst du dich nicht wundern, wenn die Community über kurz oder lange zur Wüste wird. Im schlimmsten Fall kann sie sich zu einem handfesten Imageschaden entpuppen.

Damit Facebook Gruppen nicht in Monotonie ersticken, die Dinge jedoch auch nicht aus dem Ruder laufen, brauchst du einen Community Manager.

Falls du bei Xing bist, wird dir nicht entgangen sein, dass die Gruppen in dem Netzwerk heute ein deutlich geringere Bedeutung haben. Das liegt zum einen daran, dass viele zu Facebook abgewandert sind. Aber auch, dass oft die Verkaufsabsichten zu eindeutig waren. Im Gegenteil zu Xing deckt Facebook quasi unendliche Bedürfnisse ab, sodass jeder in dem Netzwerk seine Nische finden kann und die Neuigkeiten aus den Gruppen wie von Zauberhand in die Timeline des Users gespült werden.

Innerhalb der Community solltest du oder der für die Gruppe Verantwortliche nicht als gesichtsloser Unternehmensaccount agieren. Menschen tauschen sich nun einmal am liebsten mit Menschen aus.

Vielleicht gibt es zu deinem Unternehmen oder deinen Dienstleistungen bereits eine Gruppe, die von Kunden angelegt wurde. So einen Zufallsfund solltest du dir natürlich nicht entgehen lassen.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass sich unzufriedene Kunden zu einer geheimen Gruppe zusammengeschlossen haben. Je höher deine Aktivität und deine Digitalkompetenz in den sozialen Medien sind, desto eher kannst du ungewollte Entwicklungen bemerken und gegebenenfalls gegensteuern.

Du musst jedoch über den Tellerrand von Facebook Gruppen oder Produkten hinausdenken, auch wenn das mehr Zeit kostet. Manche Einzelunternehmer haben ziemlich erfolgreiche Gruppen erschaffen, deren Thematik nur am Rande mit den Produkten zu tun hat, zum Beispiel eine Sportgruppe.

Als Botschafter deiner Marke solltest du dich jedoch auch in anderen Gruppen profilieren und dir dort den Ruf eines Experten erarbeiten. Du kannst zudem viel von Hobby- und Freizeitgruppen und deren Dynamik lernen. Bevor du dein eigenes Projekt startest, solltest du dort ein wenig Feldforschung betreiben.

Warum Facebook Gruppen seit 2018 noch attraktiver sind

Vermutlich bist du selbst in einigen Facebook Gruppen Mitglied und weißt daher grundsätzlich, wie der Hase läuft. Trotzdem hat das Jahr 2018 einige Zusatzfunktionen gebracht, die das Erstellen deiner eigenen Gruppe noch attraktiver macht. Du erhältst auf diese Funktionen einfach Zugriff in deinem Adminbereich.

Customer Support für Admins

Wenn es einmal ein technisches Problem gab, warteten User und Admins relativ lange auf eine Rückmeldung von Facebook. Mit der Einrichtung eines speziellen Supports für Admins verspricht das Netzwerk, Anfragen innerhalb eines Werktages zu beantworten.

Tutorials

Facebook investiert gerade eine Menge Energie, um Tutorials und andere Materialien zusammenzustellen, die dir helfen, deine Facebook Gruppen besser aufzubauen und zu führen. Die Tipps kommen direkt von erfolgreichen Admins, die Plattformen zu ganz unterschiedlichen Themen betreiben. Genau diese Fülle an unterschiedlichen Erfahrungen und Methoden kann dir helfen, deine perfekte Strategie zu finden.

Erleichterung bei der Führung von Facebook Gruppen

Nicht jeder liest die Gruppenregeln und selbst wenn, setzen sich User gerne einmal darüber hinweg. Wenn du in deiner Gruppe Verkaufsanzeigen verbietest, gibt es immer jemanden, der trotzdem ein entsprechendes Posting lanciert. Das neue Feature erlaubt dir, ein Mitglied ganz einfach über die Regelverletzung in Kenntnis zu setzen. Der User erhält eine Notiz direkt an seinem Post, das ihn über die Verletzung der Gruppenregeln informiert.

Pre-approval vertrauenswürdiger Mitgliederposts

In manchen Facebook Gruppen geht es derart kontrovers her, dass es besser ist, wenn der Admin von seiner Genehmigungspflicht Gebrauch macht. Das ist jedoch in einer aktiven Community ein ziemlicher Zeitfresser. Wenn du vertrauenswürdige Mitglieder hast, kannst du einstellen, dass deren Posts direkt erscheinen können.

Noch mehr Adminwerkzeuge

Bislang musste sich ein Admin durch den Verwaltungsbereich klicken, wenn er Mitgliedsanfragen bearbeiten oder Einblick in Gruppenaktivitäten wollte. Nun finden sich die Verwaltungstools komplett an einem Ort, was jede Menge Zeit spart.

Ankündigungen

Wenn es News zu verbreiten gibt, erleichtert das neue Ankündigungstool deine Arbeit. Bis zu zehn Posts kannst du gleichzeitig auf den Weg bringen, die dann oben auf der Gruppenseite angezeigt werden.

Regeln für Facebook Gruppen

Bislang musstest du die Regeln in einem Post festpinnen. Nun hast du die Möglichkeit, deiner Gruppe einen eigenen Regelbereich zu geben, den wirklich kein User übersehen kann.

Die Watchparty

Die Watchparty gibt es schon seit Anfang des Jahres, aber nur wenige kamen bisher auf die Idee, dieses Tool zu nutzen. Kurz gesagt, kannst du damit Videos aller Art in Facebook Gruppen teilen und die Mitglieder schauen in Echtzeit zu. Gleichzeitig sind Interaktionen möglich. Die Idee dahinter ist es, den Gruppengeist zu stärken und intensivere Beziehungen aufzubauen.

Eine Watchparty hast du schnell ins Leben gerufen. Du wählst ein Video, zum Beispiel von deinem YouTube-Kanal oder irgendeiner anderen inspirativen Quelle. Dann öffnest du die Maske für ein neues Posting und findest dort den Button für die Watchparty. Du kannst sogar mehrere Videos mit dieser Funktion abspielen. Dann gibst du den Post frei. Du kannst auch vorher Einladungen versenden. Wenn du denkst, das sei ein reines Unterhaltungstool, dann unterschätzt du die potenzielle Bedeutung einer Watchparty für dein Unternehmen. So kannst du deine eigenen Werbefilme laufen lassen und live mit den Usern darüber diskutieren.

Die Watchparty ist dem Durchschnittsuser jedoch nach wie vor eine eher unbekannte Größe. Vor dem ersten Post solltest du sie daher ankündigen und deinen Gruppenmitgliedern erzählen, was genau passiert.

Social Learning

Wenn Du zum Beispiel Coaching anbietest, ermöglicht dir das Social Learning effektiv, Kursmaterialien aller Art in Facebook Gruppen zu teilen.

Damit du dieses Tool nutzen kannst, musst du deine Gruppe als "Social Learning" kategorisieren bei der Eröffnung oder eine vorhandene Einstellung auf diesen Typ wechseln. Du siehst dann automatisch die Funktion, dieses Tool zu nutzen.

Klickst du es an, fragt Facebook dich nach dem Titel deines Kurses und der Beschreibung der ersten Unterrichtseinheit. Einmal angelegt, kannst du dieser Einheit beliebig viele Posts hinzufügen sowie weitere Lernmedien.

Deine Gruppenmitglieder können jeweils an Ort und Stelle kommentieren. Innerhalb einer Lektion kannst du weitere Unterrichtseinheiten anlegen. Auch Tutorials zu deinen Produkten selbst kannst du effektiv so erstellen. So schaffst du einen großen Mehrwert für deine User und wie dir bekannt ist, bleiben zufriedene Kunden.

Du siehst bei diesem Tool auch, welche Mitglieder mit den Materialien arbeiten und daraus auch wertvolle Rückschlüsse ziehen.

Der Facebook Community Summit

Im Februar fand in London der erste Facebook Community Summit statt. Dem Aufruf sind 300 Admins aus ganz Europa gefolgt, darunter auch von deutschen Facebook Gruppen.

Neben den neuen Gruppenfunktionen stellte Facebook dabei auch spezielle, an Community-Leader gerichtete Programme vor. Mit dem Programm "Residency and Fellowship" wird Admins aus der ganzen Welt ermöglicht, Schulungen und Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten.

In der Kategorie "Residency" werden fünf Admins ausgewählt, die ihren Vorschlag mit jeweils bis zu einer Million US-Dollar finanzieren lassen können. 100 Leader können am Stipendienprogramm teilnehmen, bis zu 50.000 Dollar pro Projekt können für die Gruppe dann verwendet werden.

Bereits angelaufen ist das Community-Leadership-Programm. Hier werden drei lokale Admins zusammengebracht, um voneinander zu lernen und eine Kooperation aufzubauen.

Der erste Testlauf in den USA verlief erfolgreich, 2018 wird Facebook dieses Programm weltweit an den Start bringen.

Wie du Facebook Gruppen anlegst

Um Facebook Gruppen anzulegen, gehst du auf die linke Toolbar deiner Startseite und klickst "Gruppen" an. Es öffnet sich eine Übersicht aller Gruppen, in denen du Mitglied bist. Oben rechts auf der Seite befindet sich der Button "Neue Gruppe" erstellen. Nun öffnet sich ein kleines Fenster mit einem Formular.

Wenn du deiner Gruppe einen Namen gibst, sollte dieser genau den Gruppenzweck widerspiegeln, beziehungsweise eine Zuordnung zu deinem Unternehmen möglich sein. So erreichst du, dass Interessierte deine Gruppe besser finden - ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei täglich Millionen von Suchanfragen auf Facebook.

Du musst mindestens ein Mitglied zufügen, um Facebook Gruppen erstellen zu können. Das kann auch ein E-Mail-Account sein. Am besten nimmst du hierfür Daten von dir, solange du noch am Erscheinungsbild der Gruppe bastelst.

Im nächsten Schritt geht es an die Privatsphäreinstellungen, mit denen du festlegst, wie viel die Facebook-Welt von außen von deiner Gruppe sehen kann.

Offene Facebook Gruppen

Diese Gruppenart kann jeder Nutzer sofort finden, ohne Mitglied zu sein Beiträge und Diskussionen lesen und bei Gefallen beitreten. Im Prinzip handelt es sich um ein Forum, in dem jeder mitmachen kann. Du kannst auch sehen, wer Mitglied in diesen Gruppen ist.

Wenn es ums Business oder Marketing geht, ist eine öffentliche Gruppe keine gute Wahl, da diese Communitys schnell entgleisen können.

Geschlossene Facebook Gruppen

Eine geschlossene Gruppe ist via Suchfunktion auffindbar, die Beiträge selbst sind jedoch nur den Mitgliedern zugänglich. Ein neues Mitglied muss eine Beitrittsanfrage stellen, die der Administrator genehmigt oder eben nicht genehmigt. Einige Facebook Gruppen fordern die User auf, etwas über die Motivation für ihren Beitritt zu schreiben. So kannst du sicherstellen, dass die Leute aus den richtigen Gründen dabei sind. Diese Kontrolle über die Mitglieder von marken- oder branchenbezogenen Facebook Gruppen von unschätzbarem Wert für dich.

Geheime Facebook Gruppen

Geheime Facebook Gruppen sind das, was der Name sagt: geheim. Niemand kann sie via die Suchfunktion finden. Sichtbar sind diese Facebook Gruppen nur für die aktuellen Mitglieder. Die Mitgliedschaft erfolgt durch Einladen oder Hinzufügen durch den Administrator.

Möchtest du in der Gruppe Vertrauliches diskutieren oder richten sich die Inhalte nur an eine ganz bestimmte Zielgruppe wie die Teilnehmer eines Seminars oder Kurses, dann ist diese Gruppenart die Option für dich und du musst dich gar nicht erst mit Beitrittsanfragen von Außenstehenden beschäftigen. Zu firmeninternen Zwecken sind geheime Facebook Gruppen hervorragend geeignet.

Weitere Einstellungen

Mit dem Häkchen "Zu Favoriten hinzufügen" wird dir deine Gruppe automatisch prominent in der linken Sidebar angezeigt.

Jetzt kannst du ein Symbol auswählen, um das Thema deiner Gruppe zu unterstreichen. Findest du nichts Passendes, kannst du diesen Schritt auch überspringen.

Im nächsten Schritt kümmerst du dich um das Erscheinungsbild. Nutze unbedingt die Möglichkeit, ein Titelbild hochzuladen. Als ideale Größe empfiehlt sich 820 x 250 Pixel, damit dieses Coverbild sowohl auf PCs als auch Smartphones optimal angezeigt wird. Weniger als 400x150 Pixel sollten es jedoch nicht sein. Facebook ändert diese Größen immer wieder einmal, weshalb du in regelmäßigen Abständen kontrollieren solltest, ob dein Titelbild noch passt.

Wenn du keine geheime Gruppe anlegen willst, kannst du nun eine Beschreibung deiner Gruppe erstellen. Das ist empfehlenswert, damit potenzielle Mitglieder gleich wissen, worum es bei dir geht.

Nutze ebenfalls die Möglichkeit, ein paar Keywords einzugeben, die zu deiner Gruppe passen. Auch das erhöht deine Sichtbarkeit bei Facebook.

Ist dein Angebot an eine lokale Community gerichtet, gehört auch der Standort mit hinein.

Seit kurzem hast du die Möglichkeit, die Farbe von Facebook Gruppen zu wählen. Hast du spezielle Firmenfarben, nutze dieses Designextra.

Sind Facebook Gruppen soweit aufgestellt, kannst du dich daran machen, die ersten Mitglieder hinzuzufügen. Auf der rechten Seite befindet sich die Suchfunktion für Facebookuser, du erhältst erste Mitgliedervorschläge oder gibst E-Mail-Adressen ein. Mache von der E-Mail-Einladung unbedingt Gebrauch, da du sicher nicht mit all deinen Kontakten in dem Netzwerk verbandelt bist und so die Information unter deinen Kunden breit streust. Du kannst jetzt auch beginnen, deine Gruppe auf deinem Blog, deiner Page oder in deinem Newsletter zu bewerben.

Damit die Besucher deiner Facebookseite auch deine Gruppe finden, gibt Facebook dir erst seit relativ kurzer Zeit die Möglichkeit, Seite und Facebook Gruppen miteinander zu verbinden. Gehe hierfür auf deiner Seite auf den Bereich "Gruppen" oder in "Einstellungen>Seite" bearbeiten und aktiviere dort den Tab "Gruppen". Dir wird dann die Option "Gruppe verknüpfen" angeboten. Damit wird nicht nur die Gruppe auf deiner Page promotet, sondern auch deine Page im Gruppenheader angezeigt. So lenkst du effizient die Besucherströme.

Tools, die dir bei der Verwaltung von Facebook Gruppen helfen

Statistiken

Wie du es von der Page gewohnt bist, liefern dir die Gruppen statistisches Material. Du siehst, wie viele der Mitglieder sich wirklich engagieren, wie deine Gruppe wächst und vieles mehr, das dir für weitere Marketingmaßnahmen Aufschluss gibt.

Zugang zu dem Material verschaffst du dir in deiner Facebook Gruppe, indem du auf den Tab links in der Navigationsleiste klickst. Zugang hat nur der Admin, nicht die Moderatoren. Bedenke, dass die Statistiken nicht von Beginn an bereitstehen. Deine Gruppe muss erst zum Laufen kommen, bevor Statistiken erhältlich sind. Zunächst siehst du eine Übersicht. Wachstum, Aktivitäten und Mitgliederdetails. Wenn du auf "Download" klickst, kannst du die Daten exportieren.

Der Punkt "Wachstum" zeigt dir an, wie viele Mitglieder du gewonnen hast und welche Anfragen du abgelehnt hast. So kannst du evaluieren, ob deine Gruppe konstant wächst und ob du wirklich die Anfragen von den richtigen Leuten bekommst. Die Zahl der Anfragen selbst sagt dir, ob du leicht zu finden bist und ob dein Außenauftritt ansprechend genug ist, den "Beitreten"-Button zu drücken.

Der Bereich "Aktivitäten" zeigt die Zahl der Postings an und wie viel kommentiert wird. Du siehst auch, wie viele deiner User wirklich aktiv sind und vor allem, zu welcher Uhrzeit sie das sind. So kannst du deine Posts besser planen.

Du siehst auch, wer in der Gruppe am meisten postet und wie die Reichweite der Postings ist. Die Mitgliederinformation zeigt dir zudem, woher deine User kommen, wie alt sie im Durchschnitt sind und welches Geschlecht überwiegt oder ob das Verhältnis ausgeglichen ist.

Terminierte Posts in Facebook Gruppen

Wie bei einem Blog kannst du mit diesem Tool exakt deine Veröffentlichungen planen. Das hilft dir im stressigen Arbeitsalltag, trotzdem einen bestimmten Rhythmus einzuhalten und auch wenn es heiß hergeht, deine Gruppe am Leben zu erhalten.

Mitgliederbewerbung

Diese Funktion erlaubt dir, Interessenten vorab zu prüfen, ob sie zu deiner Gruppe passen. Die klassische Frage wäre "Warum willst du der Gruppe beitreten?". Du kannst jedoch spezifischer sein und fragen, wie lange schon jemand in der Branche tätig ist.

Wer dir solche kleinen Antworten nicht spendiert, wird wohl kaum als User Mehrwert zu der Gruppe beisteuern können. Leichen im Keller zu haben ist überdies gar nicht gut für deine Statistik.

Denn je mehr stille User sich tummeln, desto geringer fällt der Wert für das Engagement der aktiven User aus, da dieses anhand der Mitgliederzahl bestimmt wird. Halt deine Fragen trotzdem simpel, es stehen pro Frage lediglich 240 Zeichen zur Verfügung.

Gruppenempfehlungen

Diese Funktion befindet sich noch in der Testphase und erlaubt dir, in deiner Gruppe ähnliche Communitys zu empfehlen. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn du später eine sehr große Gruppe in Untergruppen splittest, um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Die Startphase - so kommt Leben in Facebook Gruppen

Gerade am Anfang ist ein redaktioneller Plan für Facebook Gruppen wichtig, damit Leben hineinkommt und die Mitgliedschaft attraktiv erscheint.

Du kannst dabei auf relativ simple Rituale zurückgreifen, die schon in Internetforen gewirkt haben: Die Mitgliedervorstellung.

Statt kommentarlos einen Beitrag zu verlinken kannst du Fragen in die Runde werfen, um die Diskussion anzukurbeln.

Besonders bewährt hat sich die Umfragefunktion, die es auch Mitgliedern mit eng bemessenem Zeitrahmen erlaubt, zu interagieren.

Du musst den Usern von Facebook Gruppen jedoch mehr bieten als immer nur Videos und Content aus fremden Quellen. Das bekommen sie auch andernorts. Damit die Mitgliederzahl nicht nur stabil bleibt, sondern wächst, brauchst du exklusiven Content.

Umgang mit Spam

Spam ist ein Problem, mit dem sich Admins in Facebook Gruppen früher oder später herumschlagen müssen. Die Wahl "Geschlossene Gruppe" hält schon einmal die schlimmsten Übeltäter fern. Aber auch so kannst du nicht verhindern, dass sich trotzdem der ein oder andere Troll einschleichen kann.

  • Verfolge alle Aktivitäten deiner Facebook Gruppen zeitnah, um Spam sofort als solches zu identifizieren
  • Verwarne den Spammer und weise ihn auf die Gruppenregeln hin
  • Lösche den Spam-Post

Schließe den Spammer bei erneutem Vergehen aus der Gruppe aus und erkläre deiner Gruppe, warum du zu dieser Maßnahme gegriffen hast. Nicht jeder User ist immer up to date und so verhinderst du, dass man dir als Admin Willkür unterstellt.

Wie du die Spreu vom Weizen in Facebook Gruppen trennst

Wahrscheinlich fragst du dich, ob du Spammer schon bei der Anmeldung identifizieren kannst. Ja, bis zu einem gewissen Grad gibt es Indikatoren wie

  • der User hat kein Profilbild
  • das Profilbild ist anstößig oder wirkt "geklaut"
  • der User hat kaum Freunde
  • das Profil ist erst ein paar Tage alt
  • der User hat keinen Klarnamen
  • das Profil passt nachweislich nicht zum angestrebten Mitgliedertyp

Es gibt auch Admins, die User ausschließen, die laut Profilangaben zur "Schule des Lebens" gegangen sind.

Brauchen Facebook Gruppen Regeln?

Definitiv ja. So lange Facebook Gruppen überschaubar bleiben und die Mitglieder sich vielleicht noch persönlich kennen, mag das nicht nötig sein.

Doch mit dem Wachstum kommen auch die ein oder anderen Differenzen oder Postings, die nicht zum Profil deiner Gruppe passen. Zum Beispiel, wenn ein User versucht, deine Gruppe in einen Flohmarkt umzuwandeln oder zu Geldsammlungen aufruft.

Wie hart du durchgreifst, entscheidest du alleine. Aber dein Vorgehen muss stets transparent und fair sein. Bewährt hat sich, den User erst auf sein Fehlverhalten hinzuweisen und zu verwarnen und erst bei wiederholten Vergehen den Gruppenausschluss anzustreben. Setze deine Regeln konsequent durch und wem das nicht passt, der kann die Gruppe verlassen. Es ist deine Gruppe, also sind es deine Regeln.

Die Moderation von Facebook Gruppen

Moderator in Facebook Gruppen ist kein leichter Job. Du musst zudem entscheiden, ob du Administrator und Moderator in Personalunion sein willst oder diesen Job anderen gibst. Wenn du alles im Alleingang machst, solltest du dir auf jeden Fall einen Co-Moderator suchen, der dich zumindest bei Abwesenheit vertreten kann.

Doch worin besteht die Aufgabe von Moderatoren in Facebook Gruppen überhaupt?

Zum einen achtet er darauf, dass keine Posts oder Inhalte die Gruppenregeln verletzten. Das gilt übrigens auch für Inhalte und Fotos, die das Urheberrecht verletzen könnten. Daneben schaltet der Moderator in Facebook Gruppen neue Mitglieder frei und entfernt, falls notwendig, einen oder mehrere User.

Daneben müssen Moderatoren in Facebook Gruppen Postings kontrollieren, die von den Usern gemeldet wurden und sind die Anlaufstelle für die kleinen und großen Fragen der Mitglieder.

Möchtest du einen Moderator hinzufügen, gehst du auf die Mitgliederliste und wählst bei dem entsprechenden User die Moderatorentätigkeit aus. Der Moderator in Facebook Gruppen hat keinerlei Admin-Funktion. Die Hoheit über Settings, Design und alles weitere bleibt bei dir. Du kannst dir natürlich genauso gut einen Co-Admin ins Boot holen. Die Zuweisung der Funktion ist exakt dieselbe wie beim Hinzufügen eines Moderators.

Darf die Konkurrenz in Facebook Gruppen hinein?

So lange jemand nicht versucht, dir die Kunden abzuwerben, kann das Mitwirken der Konkurrenz sogar hilfreich für deine Gruppe sein. Bist du einmal nicht zur Stelle, springt jemand mit Expertenwissen ein. Wenn du dich als User in Gruppen der Mitbewerber tummelst, hat das einen ähnlichen Effekt.

Wie Facebook Gruppen interessant werden

Guter Inhalt in Facebook Gruppen ist definiert durch

  • Resonanz der Mitglieder
  • viele Likes
  • viele und hochwertige Kommentare
  • Akquise neuer Kunden

Mit der 60/30/10-Regel hast du einen Anhaltspunkt, welche Inhalte in Facebook Gruppen funktionieren. 60 % gute Inhalte, 30 % Form wie Videos, Text, Links, Bilder und 10 % der Veröffentlichungszeitpunkt.

Bedenke, dass Werbung das letzte ist, was Mitglieder in Facebook Gruppen sehen wollen. Du musst also Werbung machen, ohne Werbung zu machen.

Ein einfaches, aber geniales Beispiel: Du forderst deine Mitglieder auf, an einem Fotoalbum mit Bildern vom Gebrauch deiner Produkte zu machen. Du kannst sogar einen Preis für die besten Bilder ausloben und später die Sieger auf deiner Page öffentlich machen. So demonstrierst du Nähe und bekommst gleichzeitig weitere Inhalte geliefert. Zudem sind Alltagsbilder tausendmal aussagekräftiger als Werbefotos.

Noch ein Beispiel gefällig?

In der Ikea Dekogruppe des schwedischen Möbelhauses geben User ihr Allerheiligstes preis. Einer fragt nach Wandfarben und erhält binnen Minuten Dutzende von Fotoantworten. Andere posten ihre Kreativideen mit Ikeaprodukten und es hagelt Likes.

Warum die Menschen so viel Privates preisgeben? Ganz einfach: Sie fühlen sich in Facebook Gruppen unter Gleichgesinnten.

In einem Posting kannst du lange Texte nicht formatieren. Das macht das Lesen anstrengend. Alternativ ist es möglich in Facebook Gruppen, Dateien mit Texten hochzuladen. Aber die öffnet nicht jeder. In der Kürze liegt bei Texten die Würze. Bilder und Videos erregen immer mehr Aufmerksamkeit.

Veröffentliche deine Inhalte dann, wenn deine User online sind. Wann das ist, verrät dir deine Statistik. Weiche notfalls von der Regel ab, wenn du merkst, dass Texte besser ziehen als Videos. Facebook Gruppen sind dynamisch und keine wie die andere. Sei aktiv in deiner Gruppe.

Es wird Durststrecken geben, während der du die User mit Posts bei Laune halten musst. Vermeide es, Fragen zu stellen, die sich mit einem Wort beantworten lassen. So kann ein Dialog entstehen.

Scheue dich nicht davor, andere Mitglieder zu taggen. Zum Beispiel, wenn eine Frage auftaucht, bei deren Beantwortung du weißt, dass ein anderer User dir zur Seite stehen kann, oder ein spezifisches Posting für bestimmte User interessant ist.

Facebook Gruppen zu Geld machen

Die Überschrift ist provokativ gewählt, denn deine Mitglieder sollten stets das Gefühl haben, dass Miteinander und Interaktion bei Facebook Gruppen im Vordergrund stehen. Wenn es mehr darum geht, die Produkte eines Unternehmens zu promoten als zu diskutieren oder Antworten auf Fragen zu erhalten, ist das über kurz oder lange der Todesstoß für Facebook Gruppen.

Es gibt trotzdem zwei Möglichkeiten, finanziellen Nutzen aus Facebook Gruppen zu ziehen, die dritte befindet sich gerade in einem Testlauf.

Mitgliedschaft in Facebook Gruppen abhängig von Kauf/Bestelllung

Du bietest Seminare an? Dann hast du die Möglichkeit, nach Beendigung des Seminars all deine erfolgreichen Teilnehmer in einen exklusiven Zirkel einzuladen. Du kannst dort Produkte und Dienstleistungen promoten, die dein vorheriges Angebot sinnvoll ergänzen. Das ist dann weniger Werbung als vielmehr Vorschläge zur Weiterbildung.

Angepinntes und Alben

Du kannst in einer angepinnten Nachricht Hinweise auf deine weiteren Produkte oder Dienstleistungen geben. Die andere Möglichkeit besteht darin, ein Fotoalbum mit Angeboten hochzuladen. So überlässt du jedem User selbst, ob er das Angebot nutzt oder eben nicht.

Die Zukunft: Kostenpflichtige Facebook Gruppen?

Aktuell testet Facebook die Einführung von Gruppen, die einen monatlichen Mitgliedsbeitrag erheben.

Was wird in diesen Facebook Gruppen geboten außer dem Gefühl, einem irgendwie exklusiven Zirkel anzugehören? Genau das ist das aktuelle Problem. Denn erweiterte Funktionen bieten diese Facebook Gruppen nicht.

Aber die Mitgliedschaft gibt die Möglichkeit, als erstes Zugriff auf begehrten Content und Sonderaktionen von Unternehmen zu haben.

Die Preise für eine Mitgliedschaft in solchen Facebook Gruppen sollen zwischen 2,99 und 29,99 US-Dollar pro Monat liegen. Wenn du dich fragst, ob deine Inhalte so gut sind, dass jemand sogar dafür bezahlen würde und du das bejahen kannst, hast du schon den Schlüssel zu einer erfolgreichen Strategie.

Fazit

Facebook Gruppen sind schnell gegründet. Allerdings brauchst du Zeit für den Aufbau und die Pflege. Postest du einfach so drauflos, gibt es vielleicht eine Anfangseuphorie, doch langfristig ist es relativ wahrscheinlich, dass deiner Facebook Gruppe dann die Puste ausgeht. Daher lege dir eine Strategie zurecht und biete deinen Usern regelmäßig neuen und hochwertigen Content.

Die Frage lautet auch nicht entweder Page oder Gruppe. Denn beide sind unverzichtbare Marketingtools. Das Gute an Facebook ist nach wie vor, dass du mit ganz wenigen Mitteln sehr viel für dich und dein Unternehmen herausholen kannst, wenn dir jemand die richtigen Strategien zeigt.

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