Die wichtigsten Pinterest-Funktionen im Überblick

Bei Pinterest ist vieles auf den ersten Blick ähnlich wie bei anderen sozialen Netzwerken und wenn es dann ins Detail geht, merkst du doch sofort, worin die Unterschiede zu Facebook, Instagram und Co. bestehen. Deinen Pinterest-Business-Account hast du eingerichtet und jetzt kribbelt es in den Fingern - denn die Plattform hat dich sicherlich bereits mit ersten Bildern gelockt, aktiv zu werden. Damit du dabei nicht versehentlich auf Buttons klickst, die etwas auslösen, was du gar nicht möchtest, erklären wir nun die grundlegenden Pinterest-Funktionen und das spezielle Vokabular, welches benutzt wird.

Pinnen oder posten? Merken oder sharen? - Was bedeutet was bei Pinterest

Pinterest gehört nicht zum Facebook-Imperium und hat von Beginn an auf eigene Begrifflichkeiten gesetzt, um grundlegende Funktionen in seinem Netzwerk zu benennen. Weil dazu auch noch teilweise etwas holprige Übersetzungen in das Deutsche kommen, ist schnell Verwirrung gestiftet bei der Frage, was welches Element oder Funktion bei Pinterest wirklich bedeuten. Wir lösen auf:

  • Der Pin bei Pinterest ist mit einem einzelnen Post bei Facebook zu vergleichen, der ein Foto oder ein anderes Medium plus Text enthält. Dementsprechend wird gepinnt und nicht gepostet.
  • Pinnwände sammeln bei Pinterest mehrere einzelne Pins zu einem namentlich benannten Oberthema. Bei Facebook ist ein Fotoalbum das Äquivalent oder auch das wenig bekannte Feature Facebook Sammlungen.
  • Falls du bei Pinterest Pins von anderen Nutzern an deine Pinnwände heftest, spricht die Plattform auf Deutsch von "merken". Die meisten Nutzer aber reden von weiter "repinnen" und diese Funktion ist bei Facebook unter "teilen" oder "sharen" bekannt.
  • Follower sind Follower und zwar in beide Richtungen.
  • Was anderswo "Newsfeed" oder einfach "Feed" heißt, wird bei Pinterest als Startseite annonciert.
  • Themen sind bei Pinterest das, was auf anderen Social Media Kanälen als Interessen bezeichnet wird.
  • Nachrichten meint private Konversationen, hier ist quasi der Messenger von Pinterest integriert.

Der Umgangston bei Pinterest ist üblicherweise freundschaftlich und respektvoll, es wird dir also niemand übel nehmen, falls du mal das Facebook-Vokabular bei Pinterest benutzt. Generell gilt: Bei Pinterest wird noch weniger kommentiert als bei Instagram und bei weitem nicht so häufig wie bei Facebook geliked - die Zahl der Repins ist das aufschlussreichste Kriterium dazu, wie gut ein einzelner Pin funktioniert und die Zahl der monatlichen Betrachter bei einem Profil zeigt, wie populär dieser ist.

Die Pinterest-Funktionen im Einzelnen

Sobald du dich bei Pinterest einloggst, tauchen die eben erklärten Funktionen wieder auf, teilweise gleich an mehreren Stellen oder Menüpunkten.

  • Pin erstellen: Hiermit fügst du selbst kreierte Pins in einer deiner Pinnwände ein oder importierst Fundstücke aus dem Netz. Unter dieser Funktion wirst du später deinen eigenen Content zu Pinterest bringen.
  • Pin merken: Dies bedeutet, zu repinnen, also bereits von anderen erstellte Pins auf eine deiner Pinnwände zu platzieren. Aufgepasst: Wenn du einfach "merken" klickst, wird der Re-Pin auf das in deiner privaten Pinnwand-Liste an erster Stelle stehende Board geheftet.
  • Pinnwand erstellen: Damit schaffst du eine neue, naturgemäß zunächst leere Pinnwand. Sie braucht einen Titel und sie kann auch "geheim" gestellt werden - dann siehst vorerst nur du sie.
  • Neben den normalen Boards aka Pinnwänden gibt es bei Pinterest auch Gruppenpinnwände. Auf diese können mehrere Pinterest-Nutzer pinnen, die vom Verwalter dieses Gruppenboards dazu eingeladen wurden. Diese Funktion wird noch sehr wichtig für deinen Community-Aufbau bei Pinterest werden.
  • Benutzer folgen: Mit diesem Klick folgst du einem anderen Pinterest-Nutzer und bekommst dessen Pins und Pinnwände bevorzugt durch den Algorithmus von Pinterest auf deiner Pinnwand angezeigt.
  • Pinnwänden folgen: Du musst nicht immer gleich dem ganzen Profil eines anderen Pinterest-Accounts folgen, sondern kannst auch einfach einzelnen Pinnwänden folgen.
  • Kommentieren: Du hast die Möglichkeit, eigene und fremde Pins zu kommentieren. Diese Funktion wird selten genutzt, auch weil die Kommentare erst durch weitere Klicks überhaupt angezeigt werden.
  • Nachrichten: Du kannst hier Direktnachrichten an Pinterest-Nutzer schicken und ihr müsst euch dafür nicht einmal gegenseitig folgen. Unter Nachrichten findest du auch die Zeilen, die dir jemand geschrieben hat.
  • Suchen: Ob Themengebiet, Schlagwort, Personen, Firmen, Marken oder Hashtags - hier wird gesucht. Mit deutschen Suchbegriffen kommst du schon weit, aber bei Spezialthemen lohnt sich zusätzlich eine Suche auf Englisch oder Spanisch. Übrigens öffnet sich nach der Eingabe des Suchbegriffs rechts von der Maske ein weiteres Feld, in dem du deine Suche etwa auf Pins, Nutzer oder Pinnwände beschränken kannst.
  • Benachrichtigen: Hier macht Pinterest dich immer wieder darauf aufmerksam, dass es neue Pins gibt, die dich interessieren könnten, informiert dich über Repins und Nachrichten - kurzum: Hier hält dich die Plattform auf dem Laufenden.
  • Einstellungen: Du möchtest etwas an deinem Profil ändern, mit Pinterest Analytics arbeiten, oder sonstige Anpassungen vornehmen? Dann bist du bei Einstellungen mit den dortigen Untermenüs richtig.

Zugegeben, diese Liste von Funktionen schaut zunächst ziemlich lang aus und dabei ist sie noch nicht einmal vollständig. Doch sobald du deine ersten Stunden auf Pinterest verbracht hast, wirst du dich mit derselben Selbstverständlichkeit durch diese Plattform aktiv bewegen wie bei Facebook oder Instagram. Die Entwickler von Pinterest legen viel Wert auf Benutzerfreundlichkeit, denn ihr Ziel ist es ja, von der Social-Media-Zeit der Menschen einen möglichst großen Teil abzubekommen.

Wahrscheinlich hast du jetzt schon einzelne Pins angeklickt und gemerkt, dass sie in der Großansicht oft Beschreibungstext, manchmal eine Überschrift und eigentlich immer einen Link enthalten. Dazu hier noch zwei kleine Anmerkungen: Pins mit Überzeile sind sogenannte Rich Pins, die von Unternehmern wie dir eingesetzt werden. Wir kommen auf diese Rich Pins im Rahmen unter Pinterest-Serie noch detailliert zu sprechen. 

Die Links, die sich zu einzelnen Pins finden, verlinken üblicherweise zur Herkunftsseite der Illustration. Beim Anklicken öffnet sich ein neuer Tab. Die durchgängige Erlaubnis, von einem Pin auf Webseiten außerhalb von Pinterest weiterzuleiten, macht diese Plattform für Profis besonders interessant. Instagram versucht bislang weitgehend, seine Nutzer in der eigenen App oder der Web-Präsenz zu halten.

Der Hashtag-Trend - was bedeutet er für Pinterest?

Hashtag hier, Hashtag da - bei Diskussionen über Social Media kommt kaum ein Beitrag ohne den Begriff von Hashtags aus. Pinterest hatte sich dem Trend zum Hashtag lange verschlossen und präferiert weiterhin die Volltextsuche. Seit Spätsommer 2017 aber unterstützt auch Pinterest Hashtags, also Keywords mit vorangestellter Raute. Pinterest beschränkt seine Hashtag-Suche aber auf die Beschreibungstexte unter einzelnen Pins und indiziert keine Hashtags, die in den Kurzinformationen zu Profilen oder Pinnwänden eingebaut werden. 

Du suchst bei Pinterest nach Hashtags, in dem du im Suchfeld "#Suchbegriff" eingibst. Probier das mal mit deinen Keywords aus und du merkst: Bei vielen Pins, die du nun serviert bekommst, ist dein Suchwort gar nicht oder auch ohne Raute enthalten. Du bekommst aber zeitlich sortierte Suchergebnisse angezeigt, also Pins, die erst kürzlich gepinnt wurden. Der Hashtag verbirgt sich bei denen oft in den Meta-Tags. Pinterest interpretiert Hashtags als Suche nach aktuellen Pins, während die Volltextsuche bei zeitlosen Themen zielführender ist. Für dich schließt sich daraus:

  1. Hashtags machen bei Pinterest dann Sinn, wenn du tagesaktuell Aufmerksamkeit für Pins generieren willst, beispielsweise für zeitlich begrenze Gewinnspiele oder Rabattaktionen.
  2. Wenn du Hashtags bei Pinterest verwendest, müssen sie im Info-Text zu einzelnen Pins stehen und dort zu Beginn, damit sie zuverlässig indiziert werden. Bis zu 20 Hashtags nimmt Pinterest nach eigenen Angaben pro Pin wahr, aber in der Praxis ist hier weniger mehr. Erfahrene Nutzer beschränken sich auf bis zu vier Hashtags.
  3. Die Volltextsuche ist bei Pinterest weiterhin Kern des Algorithmus und deshalb sind deine Keywords ohne Raute mittel- und langfristig wichtiger als Hashtags, um auf diese Plattform zu punkten.

Zwei Tipps noch: Wenn du das Gefühl hast, dass deine eigenen Pins nicht die Resonanz erzielen, die sie eigentlich verdienen, ist das nachträgliche Versehen mit Hashtags eine Methode, um ihnen kurzfristig wieder Schub zu verleihen. Hashtags, die in anderen sozialen Netzwerken trenden, können durchaus bei Pinterest von dir getestet werden - aber verspiel dabei nicht deine langfristige Glaubwürdigkeit.

Schritt für Schritt zum Pinterest-Experten

Merkst du bereits, wie dir Pinterest sympathisch wird? Dein Profi-Account ist eingerichtet, das Fachvokabular sollte dir jetzt geläufig sein - und im nächsten Beitrag unserer Blog-Serie geht es um die ersten aktiven Schritte: Wohin führen sie und wie findest du bei Pinterest den richtigen Weg, anstatt dich zu verlaufen? Es zahlt sich später geldwert aus, Pinterest im Detail zu begreifen und die passgenaue Strategie für dein Unternehmen und diesen Social Media Kanal zu entwickeln.

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