Open Innovation

Offenes Ideenmanagement und
das Innovationspotenzial der Crowd

Innovation ist Wachstums- und Erfolgsmotor und gerade angesichts von globalem Wettbewerb eine der wichtigsten Fähigkeiten, um langfristig bestehen zu können. Das Geschäftsmodell kann noch so gut sein: Wenn man nicht mit der Zeit geht, wird man früher oder später von einem anderen Unternehmen und einer frischeren Idee überholt. Doch wie bleibt man am Puls der Zeit? Wie sieht das Ideenmanagement der Zukunft aus? Ist es möglich, sich für Innovation zu öffnen, ohne sensible Daten preiszugeben? Und ist ein solches offenes Innovationsmanagement nicht ein administrativer Albtraum?


In diesem Artikel werden verschiedene Aspekte der Open Innovation beleuchtet, Potenziale und Risiken erläutert und gezeigt, warum Netzwerke und Communities die Voraussetzung für erfolgreiche Innovation sind.

1. Was versteht man unter Open Innovation?

Das Prinzip der 'Open Innovation' besagt, dass Produktentwicklungs- und Innovationsprozesse geöffnet werden. Wertvolles Wissen und innovative Ideen fließen demnach zwischen Unternehmen, Branchen und Märkten hin und her. Dem gegenüber steht das Konzept der 'Closed Innovation'. Darunter versteht man, dass Forschung und Ideenentwicklung sich ausschließlich in geschlossenen Systemen abspielen, klassischerweise in unternehmenseigenen Abteilungen.
Grundprinzip der Open Innovation

Wieso lohnt es sich, sich näher mit Open Innovation zu beschäftigen? Der Austausch von Wissen, das Hinzuziehen von externen Quellen und Experten sowie die Weitergabe eigener Ideen sparen Zeit, Geld und bieten ein enormes Innovationspotenzial. Auf die Potenziale und Risiken offener Innovationsprozesse soll in diesem Artikel eingegangen werden.


Der Begriff Open Innovation wurde vom US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Henry Chesbrough geprägt. Seine Definition lautet:

„Open Innovation means that valuable ideas can come from inside or outside the company and can go to market from inside or outside the company as well. This approach places external ideas and external paths to market on the same level of importance as that reserved for internal ideas […]“

(Chesbrough, H., 2003, S. 43).

Indem man sein Unternehmen für Open Innovation öffnet, agiert man also auch mit einem anderen Mindset: Man wird sich laut Chesbrough bewusst, dass unmöglich alle Experten für das eigene Unternehmen arbeiten können. Durch Open Innovation werden allerdings Wege gefunden, mit diesen Experten zu kooperieren – weltweit und über Branchen hinweg.


In diesem Artikel soll ein besonderer Fokus auf Innovation liegen, die aus der Crowd, das heißt einer heterogenen Masse von Menschen, kommt. Durch Digitalisierung und den Wunsch vieler Menschen, unabhängiger und selbstbestimmter zu arbeiten, entstehen neue Arbeitsmodelle: Als Unternehmen kann man über Online-Plattformen Kontakt zu Experten knüpfen, die kleine Jobs erledigen oder große Challenges lösen. Und das ganz ohne persönlichen Kontakt, gemeinsame Bürozeiten oder feste Angestelltenverhältnisse. Crowd Innovation hat enormes Potenzial, weil Unternehmen auf keine andere Weise mit so vielen klugen Köpfen zusammenarbeiten könnten. Übrigens: Kluge Köpfe sind nicht zwingend Wissenschaftler und Universitätsabsolventen. Vielleicht sind meine Kunden genau die Experten, die mir helfen, auf neue Produktideen zu kommen.

Open Innovation - offen für alle?
Den eigenen Innovationsprozess zu öffnen, klingt in den Ohren vieler Unternehmer bedrohlich: Was passiert mit meinen sensiblen Daten? Woher weiß ich, dass sich wirklich Experten mit meinem Problem beschäftigen? Und wem gehört die Idee? Open Innovation bedeutet nicht, Innovationsprozesse unkontrolliert zu öffnen. Die offene Art des Ideenmanagements muss gut geplant und gesamtstrategisch eingebunden werden. Tipps, wie das gelingen kann, werden in Kapitel 5 gegeben.
Open Innovation - offen für alle?
Woher kommt Open Innovation?

Der Begriff Open Innovation wurde erstmals 2003 von Henry Chesbrough verwendet. Der Wissens- und Ideenaustausch zwischen Menschen, Unternehmen und Märkten ist allerdings kein neues Phänomen des 21. Jahrhunderts. So könnte man das Zusammentreffen von Bürgern und das gemeinsame Lösen von Problemen, die das Dorf betreffen, auch im weitesten Sinne als Open Innovation ansehen. Denn Probleme werden durch die Perspektiven und Talente vieler Menschen beleuchtet und gelöst.


Im Unternehmenskontext besteht allerdings noch immer häufig die Vorstellung, Innovationen müssten geheim und im stillen Kämmerlein erdacht werden. Die Angst vor der Konkurrenz und davor, eigene Schwäche zu zeigen, stecken hinter dieser Vorstellung. Trotzdem finden sich in der Geschichte immer wieder Beispiele für offenes Innovationsmanagement – wenn auch teilweise eher durch Zufall geschehen. Ein bekanntes Beispiel für zufällig passierte Open Innovation ist die Erfindung des Post-It, dem kleinen Zettel mit Klebefläche. Ende der 1960er Jahre suchte der Chemiker Spencer Silver nach einem besonders starken Klebstoff. Sein Ergebnis war ein viel zu schwacher Klebstoff und die Idee verschwand zunächst in der Schublade. 1974 kam sein Kollege Art Fry auf eine Idee: Er sang damals im Kirchenchor und suchte nach einer praktischen Lösung, Lesezeichen in sein Gesangbuch zu legen, die nicht herausfielen. Spencer Silvers Klebstoff wurde aus der Schublade geholt und sollte in Kombination mit bunten Notizzetteln weltberühmt werden.


Das Beispiel zeigt, dass das Zusammentreffen verschiedener Perspektiven und Lebenswelten großes Innovationspotenzial birgt. Dies gilt in Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung umso stärker. Wie beeinflussen aktuelle Trends das Innovationsmanagement?


Durch globalen Wettbewerb steigt der Innovationsdruck. Unternehmen müssen schnell reagieren, um mithalten zu können. Gleichzeitig ebnet die Digitalisierung den Weg für Open Innovation. Denn durch das Internet ist es kein Problem mehr, Kontakt zu Experten auf der ganzen Welt aufzunehmen.


Steigen wir nun ins Thema ein: Wie sieht Open Innovation in der Praxis aus? Auf welche Arten kann ich mein Unternehmen für Innovationen öffnen? Und welche Rolle spielt die Crowd im Open Innovation Prozess?

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2. Verschiedene Arten von Open Innovation

Unternehmen, die im Sinne von Open Innovation handeln, öffnen sich für Ideen externer Netzwerke oder geben ihre eigenen Ideen nach außen. Wie kann man sich das konkret vorstellen? Im Folgenden werden die gängigsten Arten von Open Innovation vorgestellt.


Outside-In-Prozesse: Externe Ideen für das eigene Unternehmen nutzen
Eine häufig angewandte Form von Open Innovation ist der Outside-In-Prozess. Hierbei werden Ideen, Innovationen und Wissen von außen in das Unternehmen geholt.
Externes Wissen integrieren
An Universitäten und in Forschungsinstituten werden Themen bearbeitet, die für die eigenen Produkte oder Dienstleistungen interessant sein können. Eine klassische Herangehensweise an Open Innovation besteht darin, dieses externe Wissen einzukaufen und in das eigene Innovationsmanagement zu integrieren.
Crowd Innovation
Die Crowd zu Innovationszwecken zu beauftragen, ist besonders spannend. Die Digitalisierung und die Entgrenzung von Arbeit machen es Unternehmen möglich, jederzeit auf Experten auf der ganzen Welt zuzugreifen. So kann Crowd Innovation zum Beispiel aussehen:


~ Contests: Insbesondere wenn Unternehmen vor komplexen Problemen stehen, kann ein Crowd Contest helfen. Auf einer Online-Plattform wird die Challenge, zum Beispiel ein mathematisches Problem oder die Suche nach dem Auto von morgen, gepostet. Interessierte Experten beginnen dann zu brainstormen, zu rechnen und zu experimentieren. Im Idealfall ist unter den eingereichten Lösungen das gesuchte Ergebnis oder die nächste Innovation. In der Regel wird die Gewinner-Lösung mit bis zu 100.000 Euro prämiert. Die Rechte an den Erfindungen liegen beim Unternehmen.


~ Mikrojobs: Ein großes Projekt wird in kleine Aufgaben, sogenannte Mikrojobs, geteilt, die dann an die Crowd vergeben werden. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Rechercheaufträge oder das Kontrollieren von Datensätzen handeln. Wie Crowd Contests werden auch die Mikrojobs auf Plattformen ausgeschrieben, wo Experten sie annehmen und bezahlt werden. Mikrojobs haben normalerweise kein großes Innovationspotenzial, können aber durchaus zu einem offenen Innovationsmanagement beitragen, weil kleine, teils repetitive Aufgaben flexibel an die Crowd ausgelagert werden können, statt unternehmensintern bearbeitet werden zu müssen.


~ Crowd Creation: Unternehmen stellen eine Plattform, die mit usergeneriertem Content gefüttert wird. Die Crowd entwickelt zum Beispiel eigene Videos, Apps, Podcasts oder Fotos. Dieser Content kann auch die Nachfrage nach dem Kernprodukt steigern. Ein Beispiel ist die Plattform iTunes von Apple. Die Podcasts, die die Crowd auf iTunes anbietet, machen den Wert dieser Plattform aus und können letztlich sogar die Nachfrage nach den Kernprodukten von Apple, wie zum Beispiel dem iPhone, steigern. Ein weiteres Beispiel für Crowd Creation kann ein Forum sein, in dem die Crowd sich über die Produkte des Unternehmens

Inside-Out-Prozesse: Eigenes Wissen mit anderen teilen
Unternehmen können auch davon profitieren, eigene Ideen und Wissen mit externen Instituten oder Betrieben zu teilen. Laut Henry Chesbrough, der den Begriff Open Innovation prägte, wird diese Richtung des Ideenflusses noch immer von vielen Unternehmen vernachlässigt.
Ideen lizenzieren

Anstatt Ideen oder Konzepte, die nicht umgesetzt werden, in der Schublade verschwinden zu lassen, können Unternehmen sie verkaufen oder lizenzieren. Welche Vorteile sich neben dem finanziellen Aspekt für Unternehmen ergeben, wird in Kapitel 4 untersucht.

Wissen teilen

Anstatt Ideen oder Konzepte, die nicht umgesetzt werden, in der Schublade verschwinden zu lassen, können Unternehmen sie verkaufen oder lizenzieren. Welche Vorteile sich neben dem finanziellen Aspekt für Unternehmen ergeben, wird in Kapitel 4 untersucht.

Coupled-Prozesse: Ideen- und Wissensaustausch in beide Richtungen
Bei Coupled-Prozessen werden sowohl externe Ideen ins Unternehmen geholt als auch eigenes Wissen nach außen gegeben.
Eigene Netzwerke schaffen
Um interessierte Experten wie etwa Uni-Absolventen zu unterstützen und zum Wissensaustausch zu motivieren, gründen immer mehr Unternehmen eigene Netzwerke, zum Beispiel Innovation Labs. Dort stellen sie Ressourcen für Forschung und Produktentwicklung zur Verfügung und können gleichzeitig vom direkten Kontakt zu motivierten Experten profitieren.
Kooperationen eingehen
Unternehmen können beispielsweise mit Universitäten oder Start-ups kooperieren, die in einem für sie interessanten Feld tätig sind. Sie können auch Forschungsprojekte mitfinanzieren oder im Falle von Start-ups sogar als Investoren einsteigen.
Join Ventures
Auch Kooperationen mit anderen großen Unternehmen sind im Zuge eines produktiven Innovationsmanagements möglich.
Open Innovation kann viele Formen annehmen, vom Erwerb externen Wissens über ausgeschriebene Challenges und die Lizenzierung eigener Ideen bis hin zu Kooperationen mit Universitäten und Start-ups. Statt interne Abteilungen zu betreiben, die forschen und innovieren, kommen die Innovationen von anderen Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Experten aus verschiedenen Branchen oder der Crowd.

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Los gehts!

3. Open Innovation in der Praxis:
So wird es von Unternehmen genutzt

Wie sehen erfolgreiche Beispiele von Open Innovation aus? In welcher Form können Outside-In-, Inside-Out- und Coupled-Prozesse von Unternehmen umgesetzt werden? Die folgenden Beispiele sollen die vielfältigen Möglichkeiten offenen Innovationsmanagements veranschaulichen.
NASA

Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hat schon zahlreiche Probleme durch das Wissen der Crowd lösen können. So schrieb sie beispielsweise die folgende Challenge aus: Wie können Protononenstürme langfristiger und zuverlässiger vorhergesagt werden? Das Problem der schwierigen Vorhersage dieser für Astronauten möglicherweise gefährlichen Ereignisse hatte die Weltraumforschung über Jahrzehnte beschäftigt. Interne Forschungsteams waren dabei zu keinem Ergebnis gekommen. Die Lösung des Crowd Contests der NASA kam schließlich von einem pensionierten Ingenieur für Hochfrequenztechnik aus New Hampshire. Sein Vorhersage-Tool ermöglicht genaue und langfristigere Berechnungen von Protonenstürmen. Dies ist ein klassisches Beispiel für Outside-In-Prozesse, die von der Diversität und Intelligenz der Crowd profitieren.


Darüber hinaus betreibt die NASA ein eigenes Bildungsprogramm mit Online-Plattform, das 'NASA STEAM Engagement'. Ziel des Programms ist es, die Öffentlichkeit und insbesondere Schüler für Raumfahrtthemen zu begeistern, darüber zu informieren und zu eigener Forschung anzuregen. Diese Plattform kann als Coupled-Initiative verstanden werden, da die NASA einerseits Lehrkräfte mit Unterrichtsmaterialien unterstützt und andererseits auch Ideen und Projekte von Schülern und anderen interessierten Bürgern erhält.

Samsung

Der Konzern Samsung wendet gleich mehrere Arten der Open Innovation an. So nimmt Samsung zum Beispiel an globalen Konsortien teil. Dies sind Zusammenschlüsse von Unternehmen, die gemeinsam an Projekten arbeiten. Samsung kooperiert darüber hinaus auch mit Universitäten auf der ganzen Welt.


Ein besonderer Fokus des Konzerns liegt auf Start-ups, die in für Samsung interessanten Gebieten tätig sind. In eigenen Accelerator-Programmen werden vielversprechende Start-ups finanziert und gecoacht. Im Gegenzug erhält Samsung Anteile und kann den jungen Unternehmen sogar weitere Kooperationen anbieten. In der Vergangenheit kaufte Samsung zahlreiche Start-ups auf und implementierte ihre Erfindungen in das eigene Unternehmen. Zwei Beispiele sind SmartThings, eine Software für Smart Homes, und Mobeam, eine innovative Technologie zum Scannen von Barcodes.


Samsung pflegt ein weltweites Netzwerk von Experten, Uniabsolventen und Start-up-Gründern, ganz nach dem Motto: Nicht alle klugen Köpfe arbeiten in unserem Unternehmen, aber wir können sehr wohl mit ihnen kooperieren.

Lego

Auf der Ideenplattform 'Lego Ideas' des Spielzeugherstellers Lego versammeln sich nicht zwingend gut ausgebildete Universitätsabsolventen, sondern in erster Linie begeisterte Lego-Kunden. Und wer könnte Trends und Produktideen besser aufspüren als begeisterte Kunden?


Auf der Website gibt es kleine Challenges, um die Kreativität zu trainieren, größere Contests und die Möglichkeit, komplett eigene Ideen einzureichen. Die Community kann anschließend für Ideen voten. Wenn 10.000 Votes erreicht werden, wird die Idee von Lego geprüft und eventuell serienmäßig als Lego Bausatz produziert. Bisher umgesetzte Ideen aus der Community sind zum Beispiel das Haus der 'Familie Feuerstein' und das 'Steamboat Willie' aus Disneys 'Micky Maus'.


Plattformen wie 'Lego Ideas' haben großes Potenzial: Dort entsteht eine Community, deren Begeisterung für die Produkte über den Kauf hinausgeht. Die Community Mitglieder tüfteln, erfinden, tauschen sich aus und voten für andere Ideen. Das stärkt ihre Bindung zur Marke Lego – und liefert Lego gleichzeitig innovative Produktneuheiten, die direkt den Köpfen ihrer Kunden entsprungen sind.

4. Potenziale von Herausforderungen
von Open Innovation

In den Beispielen aus der Praxis sind bereits einige Potenziale von Open Innovation angeklungen. Im Folgenden sollen neben Potenzialen auch Herausforderungen besprochen werden, die es für ein erfolgreiches offenes Innovationsmanagement zu beachten gibt.

Potenzial 1: Zeit und Geld sparen

Open Innovation lässt Unternehmen auf bereits bestehende Expertise zugreifen. Für Forschung und Produktinnovation muss man daher nicht bei Null anfangen. Statt eine eigene Abteilung aufzubauen, Mitarbeiter zu schulen und Equipment zu kaufen, kann man sich externe Infrastruktur zunutze machen. Im Austausch mit anderen Unternehmen und Institutionen kann man sich bestehendes Wissen aneignen und bereits zu diesem Thema forschende Experten beauftragen. Das spart Zeit und Geld.


Gerade für komplexe Problemstellungen ist Open Innovation, zum Beispiel in Form eines Crowd Contests, unschlagbar. Denn andernfalls wäre es einem Unternehmen unmöglich, ein großes interdisziplinäres Team mit der Lösung des Problems zu betrauen – aus zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Gründen.

Potenzial 2: Nachhaltiger Umgang mit Ideen

Wie geht mein Unternehmen momentan mit Ideen um? Was passiert mit Einfällen, die ich selbst nicht umsetzen kann? Landen sie in der Schublade oder sogar im Papierkorb? In vielen Unternehmen ist der Umgang mit Ideen und Erkenntnissen alles andere als nachhaltig. Wissen wird unter Verschluss gehalten, um nicht mit der Konkurrenz geteilt werden zu müssen. Ideen, für die keine Verwendung besteht, werden verworfen.


Open Innovation hingegen ist die Chance, das eigene Ideenmanagement nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Wie bereits erwähnt ist das Hinzuziehen externer Netzwerke und ihrer Ideen, das heißt der Outside-In-Prozess, sowohl aus zeitlicher als auch aus finanzieller Hinsicht meist nachhaltiger als herkömmliche geschlossene Innovationsvorgänge.


Spannend sind auch Inside-Out-Prozesse, das heißt das Veräußern eigener Ideen und Erkenntnisse. Dieser Richtung der Open Innovation wird laut Henry Chesbrough nicht genug Beachtung geschenkt. Die Potenziale von Inside-Out-Prozessen sind jedoch groß: Zunächst einmal verdient man durch den Verkauf oder das Lizensieren Geld – und das mit Ideen, die sonst vermutlich in Vergessenheit gerieten. Neben diesem auf der Hand liegenden Potenzial unterstreicht Chesbrough ein weiteres: Wenn nicht benötigte Ideen an andere Unternehmen gegeben werden, entwickeln diese die Idee weiter, nutzen sie auf ihre Weise und mit ihrem Geschäftsmodell. Daraus kann man wertvolle Schlüsse ziehen, ohne die Idee selbst umsetzen zu müssen. Für Henry Chesbrough bedeutet Open Innovation mitunter kostenlose Marktforschung.


Das Teilen von Wissen mit der Konkurrenz kann noch einen weiteren strategischen Grund haben. Denn was bringt einem eine Erfindung, für die noch kein Markt besteht? In einigen Fällen kann es nötig sein, den Markt neu zu schaffen und dafür die Idee mit der potenziellen Konkurrenz zu teilen.

Potenzial 3: Minimiertes Innovationsrisiko und durchbrochene Denkmuster

Open Innovation kann einen vor bösen Überraschungen bewahren. Denn Innovationen, die in Kollaboration mit verschiedenen Experten oder mit der Community entstanden sind, haben die erste Bewährungsprobe schon hinter sich. Wenn Unternehmen hingegen erst mit der fertigen Idee an die Öffentlichkeit gehen, ist das Risiko, mit dem Produkt zu scheitern, höher.


Offenes Innovationsmanagement hilft auch gegen Betriebsblindheit und ermöglicht Unternehmen, über den sprichwörtlichen Tellerrand hinauszusehen. Nicht selten kommen Lösungen, gerade für komplexe Probleme, sogar aus ganz anderen Branchen, so wie im Beispiel der NASA gezeigt wurde.


Offenes Innovationsmanagement durchbricht unternehmensinterne Denkmuster und Routinen und verhindert Mindsets wie 'das haben wir schon immer so gemacht'. Auf die Herausforderung, die diese Veränderung in der Unternehmenskultur mit sich bringt, wird später in diesem Kapitel eingegangen.

Potenzial 4: Aktive Community

Crowd Innovation ist ein besonders potenzialreicher Teil der Open Innovation. Hierbei spielen zum Beispiel die Stichworte 'Schwarmintelligenz' und 'Emergenzeffekt' eine große Rolle. Jeder Mensch in der Crowd bringt seine eigenen Perspektiven, individuellen Erfahrungen und Talente mit. Durch diese Vielfalt kann die Crowd meist kreativere und bessere Lösungen entwickeln als eine unternehmensinterne Abteilung. Mit Open Innovation kann man sich diesen enormen Innovationswert der Crowd zunutze machen. Klar im Vorteil ist, wer eine diverse und talentierte Crowd langfristig an sich binden kann, um immer wieder zusammenzuarbeiten.


Auch eine langfristige Beziehung zu den eigenen Kunden ist wichtig und die Voraussetzung für Community getriebene Innovation. Gerade in Zeiten von internationalem Wettbewerb, großem Angebot und Innovationsdruck kommt es auf persönliche Beziehungen zu den Kunden an. Begeisterte Kunden, die in der Community einen besonderen Mehrwert finden, sind den Produkten und der Marke meines Unternehmens treu. Im besten Fall werden sie selbst zu Markenbotschaftern und werben weitere Kunden. Der Mehrwert für eine Community kann zum Beispiel darin bestehen, sich über ein starkes gemeinsames Interesse austauschen und untereinander vernetzen zu können.


Ein weiterer Vorteil: Meine Community kennt meine Produkte und kann Vor- und Nachteile aus Kundensicht anbringen. Wenn in der eigenen Community nach Verbesserungsvorschlägen und Produktideen gesucht wird, wird außerdem das Innovationsrisiko minimiert, weil schon in der Entstehungsphase direktes Feedback der Kunden eingeholt wird. Darüber hinaus gibt es kaum eine andere Möglichkeit, so nah am Puls der Zeit zu innovieren. Die Trends werden direkt von der Community aufgespürt – Innovation aus der Lebenswelt der Kunden heraus.


Kann ich also meine Kunden einfach für kostenlose Produktideen benutzen? Natürlich nicht. Begeisterte Kunden wirken gerne an Neuerungen mit und erleben durch die Einbindung Wertschätzung. Eine stabile Community muss den Mitgliedern allerdings einen konkreten Mehrwert bieten – und das langfristig. Mal eben die Kunden zu befragen, kann zwar eine hilfreiche Maßnahme sein. Um hochwertige Ideen aus der Community erhalten zu können, muss sie aber gut überlegt und geplant sowie in die Gesamtstrategie des Unternehmens integriert werden. Eine Strategieberatung kann dabei helfen, erfolgreich eine starke Community aufzubauen.

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Kommen wir nun zu den potenziellen Herausforderungen im Open Innovation Prozess.

Herausforderung 1: Unternehmenskultur

Wie eingangs erwähnt, begreift Henry Chesbrough Open Innovation auch als verändertes Mindset: Man macht sich bewusst, dass nicht alle klugen Köpfe im eigenen Unternehmen arbeiten – vielleicht nicht einmal in der eigenen Branche. Anstatt sich davon einschüchtern zu lassen, sollte man sich fragen, wie man trotzdem mit möglichst vielen dieser Experten zusammenarbeiten kann.


Diese Herangehensweise kann im Unternehmen allerdings auf Unmut treffen. Mitarbeiter können sich hintergangen oder ausgetauscht fühlen und sogar um ihre Jobs fürchten. Problematisch kann auch das 'Not-invented-here-Syndrom' werden, das heißt die Einstellung 'nicht hier erfunden, also nicht gut'. Eine Herausforderung in offenen Innovationsprozessen ist daher die Eingliederung in bisherige Prozesse sowie die Einbindung der Mitarbeiter. Sein Unternehmen für Innovationen zu öffnen, bedeutet auch eine Öffnung der Unternehmenskultur. Es gilt, strategisch fundierte Entscheidungen zu treffen, sie transparent zu kommunizieren und Mitarbeiter sowie Partner für den Wert der Open Innovation zu sensibilisieren.

Herausforderung 2: Verwaltungsaufwand

Open Innovation ist trotz aller Potenziale kein Selbstläufer. Im Kern geht es darum, sich mit Experten zu verknüpfen und Wissen auszutauschen. Dies bedarf sorgfältiger Vor- und Nachbereitung. Ideen und Wissen müssen aufbereitet, verwaltet und implementiert werden. Insbesondere bei Crowd Contests müssen die eingereichten Lösungsvorschläge gesichtet und überprüft werden. Dieser Verwaltungsaufwand sollte nicht unterschätzt werden. Auch deshalb müssen die Mitarbeiter, insbesondere diejenigen, die direkt am Innovationsmanagement beteiligt sind, von Beginn an in die Planung einbezogen werden. Neben der Nachbereitung und Implementierung von Wissen ist auch die Vorbereitung wichtig: Klare Ziele und Aufgabenstellungen sowie verständliche Briefings sind unbedingt notwendig, um gute Ergebnisse zu erzielen. Wenn Aufträge an die Crowd vergeben werden, muss die Aufgabe außerdem gut abstrahiert werden, um nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Informationen preiszugeben. Auch Inside-Out-Prozesse, zum Beispiel das Lizensieren einer Idee, bringen Verwaltungsaufwand mit sich.


Um das Potenzial von Open Innovation voll ausschöpfen zu können, sollte dem damit verbundenen Arbeitsaufwand genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein klar strukturierter und mit den Mitarbeitern abgestimmter Plan bewahrt das Unternehmen vor einem administrativen Albtraum.

Herausforderung 3: Rechtliche Konflikte

Wie viele Informationen gebe ich preis? Wie werden meine Daten geschützt? Wem gehören die Ideen? Und bei Kooperationen profitiert doch eventuell auch meine Konkurrenz! Rechtliche Bedenken und Unklarheiten sind große Hürden bei der Umsetzung von Open Innovation.


Tatsächlich ist es enorm wichtig, Datenschutz- und Eigentumsbestimmungen von Anfang an mitzudenken. Bei Outside-In-Prozessen muss zum Beispiel geregelt werden, wie die Crowd für ihre Ideen bezahlt wird und dass sie die gesamten Rechte an das Unternehmen abgibt. Inside-Out-Prozesse wie das Lizensieren von Ideen müssen ebenfalls von juristischer Expertise begleitet werden. Bei Kooperationen wie Joint Ventures muss gut abgewägt werden, ob sich die Zusammenarbeit lohnt oder die Angst vor der Konkurrenz überwiegt.

Auch aus rechtlicher Perspektive gilt: Klare Ziele, Strategien und Pläne sind notwendig, um offenes Ideenmanagement gelingen zu lassen und rechtlichen Konflikten vorzubeugen.

Open Innovation – Lohnt sich der Aufwand?

Strategische Überlegungen, rechtliche Absicherung und eine offenere Unternehmenskultur – Open Innovation gelingt nicht von heute auf morgen. Die Potenziale, die ein offenes Innovationsmanagement bietet, lassen sich allerdings sehen. Open Innovation macht schnelle, kostengünstige Innovation möglich, die bestehende Denkmuster durchbricht und eine aktive Community fördern kann. Gute Ideen geraten nicht in Vergessenheit, sondern werden weiterverwertet. Open Innovation lohnt sich definitiv, denn das Teilen von Wissen und Erfahrungen ist die Herangehensweise der Zukunft. Wie offenes Innovationsmanagement die Arbeitswelt verändert, wird in Kapitel 6 vertieft.

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5. 3 Tipps für die erfolgreiche Umsetzung
von Open Innovation

Damit Open Innovation gelingt und mein Unternehmen von dem großen Potenzial des Ideen- und Wissensaustauschs profitiert, gilt es, einige Dinge zu beachten. Im Folgenden werden 3 Handlungsempfehlungen gegeben, die insbesondere für Crowd Innovation hilfreich sind.

Tipp 1: Strategie und Fahrplan

Wie bereits mehrfach angeklungen ist, steht und fällt der Erfolg von Open Innovation mit einer durchdachten strategischen Planung. Welche Ziele verfolge ich? Wie mache ich diese Ziele messbar? Wer sind die Experten, die ich benötige? Wie kontaktiere, beauftrage und bezahle ich sie? In welcher Form kann mein Unternehmen Wissen und Ideen implementieren? Wie sichert mein Unternehmen sich rechtlich ab? Wie kann ich mit meinen Mitarbeitern an der Unternehmenskultur arbeiten?


Um den Status Quo und strategische Ziele herauszuarbeiten und umsetzbar zu machen, empfiehlt sich eine externe Beratung.

Tipp 2: Klare Ansagen an die Crowd

Sind die eigenen Ziele klar definiert, gilt es, sie verständlich an die Experten bzw. die Crowd weiterzugeben. Doch wer ist überhaupt die Crowd? Wie grenze ich sie ab? Wenn es um das Lösen eines komplexen Problems oder das Finden kreativer Lösungen geht, macht eine Eingrenzung der Crowd nur bedingt Sinn. Denn die Crowd zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie möglichst heterogen ist. Wenn zu Beginn zu stark eingegrenzt wird, gehen eventuell spannende Perspektiven und Ansätze verloren. Es kann allerdings Sinn ergeben, sogenannte Lead User zu identifizieren. Dies sind User, die sehr aktiv sind und Aktivitäten in der Community vorantreiben. Auch eine Moderation des Innovationsprozesses kann notwendig sein, besonders wenn die Community gemeinsam nach Lösungen sucht.


Wie vermittelt man der Crowd, was man will? Man sollte viel Zeit in die Fragen investieren und den Kontext gut abstecken, sodass die Experten ein umfassendes Bild darüber bekommen, was gesucht wird und was bereits erforscht ist. Auch die Wahl der Plattform ist eine zentrale Entscheidung. Verwende ich eine eigene Plattform? Mache ich Gebrauch von einer bestehenden Crowdsourcing Plattform? Dienste wie InnoCentive haben den Vorteil, dass sie einen großen Pool an Experten haben und Rahmenbedingungen wie Vertragliches stellen. Die optimale Plattform hängt aber sehr von den individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen von Unternehmen und Crowd ab.

Tipp 3: Die Crowd verstehen und managen

Neben einer klaren Ansprache der Crowd sollte auch auf den weiteren Umgang geachtet werden, gerade wenn eine langfristige Zusammenarbeit gewünscht ist. So sollten transparente Kommunikation, konstruktives Feedback und Erreichbarkeit bei Fragen selbstverständlich sein.


Unternehmen sollten sich aber auch näher mit den Experten beschäftigen: Was motiviert meine Community bzw. die Crowd? Geld allein ist meist kein besonders guter Motivator. Wertschätzung, Neugierde, Communitygeist und das Gefühl, etwas bewirken zu können, sind im Bereich der Open Innovation gute Motivatoren.


Warum ist der Aufbau und die Pflege einer Community so förderlich für Innovationszwecke? Egal ob in Crowd Contests, Innovation Labs oder in Kooperation mit Universitäten: Eine aktive und starke Community aus Kunden, Experten und Partnern ermöglicht einen regen Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen.


Der Aufbau und die Pflege einer solchen Community gelingen nicht über Nacht. Eine externe Strategieberatung ist dringend zu empfehlen. Aber: Es lohnt sich, denn wer in seine Community investiert, investiert in Innovation. Und die wird in den kommenden Jahren immer wichtiger, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

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Los gehts!

6. Ausblick: Wie verändert
Open Innovation die Arbeitswelt?

Erfindungen, die die Welt veränderten, sind selten das Werk einzelner Genies gewesen. Im Gegenteil: Oft sorgte erst der Zufall dafür, dass sie das Licht der Welt erblickten – so wie im bereits erwähnten Beispiel des Post-It. Open Innovation kann diesen Zufall provozieren und Experten ermöglichen, durch Kollaboration Neues zu erschaffen. Dieses enorme Potenzial verändert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft.

Die Black Box Innovation öffnen

Innovation ist für viele noch immer eine Black Box. Woher kommen die richtig guten Ideen? Wie kann man den Prozess begünstigen? Wie kann man auf genau das Wissen zugreifen, das man benötigt, eventuell ohne überhaupt zu wissen, dass man es benötigt? Open Innovation kann auf all diese Fragen eine Antwort geben. Denn durch die Öffnung der Innovationsprozesse öffnet man auch die Black Box Innovation. Wissen und Erfahrungen werden miteinander geteilt. So werden die Forschungs- und Innovationsprozesse transparenter und man kann voneinander lernen. Dies beschleunigt nicht nur Innovation, sondern lässt einen ein besseres Verständnis dafür entwickeln, wie gute Ideen entstehen und wie eine erfolgreiche Umsetzung gelingt. Offenes Ideenmanagement liefert also nicht nur innovative Ideen, sondern auch Erkenntnisse über die Metaebene von Innovation.

Kultur des Teilens

Innovationsbedarf und ungelöste Probleme an die Crowd zu geben, kommt für manche Unternehmen einer öffentlichen Bloßstellung gleich. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Wer sein Unternehmen heutzutage öffnet, drückt damit Veränderungswillen und das Wissen über die Potenziale dieser Öffnung aus. In Zeiten globaler Vernetzung, digitalisierter Lebenswelten und schneller Transformationen setzt eine Kultur des Teilens sich durch. Henry Chesbrough beschreibt das Teilen von Ideen als 'constructing value chains'. Denn Wissen allein bringt Unternehmen nicht mehr weit. Das Teilen von Wissen mit anderen, der Austausch mit Experten, das Hinzuziehen branchenfremder Ideen und das Erschaffen neuer Märkte sind Innovationsmaßnahmen der Zukunft.

Netzwerke und Communities

Open Innovation lebt vom Austausch zwischen Unternehmen, Experten und Branchen. Dabei kommt es neben interner Bereitschaft, klarer Strategien und verständlicher Kommunikation vor allem auf eins an: Gute Vernetzung. Egal ob Joint Ventures, Innovation Labs oder Contests auf Crowdsourcing Plattformen – in der Arbeitswelt der Zukunft werden Netzwerke und Communities immer wichtiger. Unternehmen sollten sich daher innerhalb ihrer Branche und branchenübergreifend mit relevanten Experten vernetzen. Gerade Coupled-Prozesse, die aus Geben und Nehmen von Ideen und Erkenntnissen bestehen, sind für eine langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhe oft der Weg der Wahl. Auch die Perspektiven, Erfahrungen und Ideen der eigenen Community sollten erkannt und genutzt werden.

Open Innovation verwirft alte Ideen von geschlossenen Innovationsabteilungen und einsamen Genies. Stattdessen wird der große Wert kollektiver Zusammenarbeit, diverser Perspektiven und starker Netzwerke erkannt und genutzt. Wie sieht also die Arbeitswelt von morgen aus?

Unternehmen, die erfolgreich innovieren möchten – und jedes Unternehmen muss innovieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben –, überdenken das eigene Ideenmanagement. Sie vernetzen sich, tauschen sich aus und bauen Communities auf. Aus diesem Austausch heraus kann zeitgemäße Innovation entstehen, über Unternehmens-, Branchen- und Landesgrenzen hinweg.

7. Fazit: Offene Innovationsmodelle
der Zukunft

Der Unternehmer und Microsoft-Gründer Bill Gates sagte über Innovation:
„Software innovation, like almost every other kind of innovation, requires the ability to collaborate and share ideas with other people, and to sit down and talk with customers and get their feedback and understand their needs.“ 
In diesem Zitat finden sich verschiedene Aspekte der Open Innovation wieder: der Austausch mit anderen, das Hinzuziehen externen Wissens, das Teilen eigener Ideen und der enge Kontakt zur eigenen Community. Diese Herangehensweise ermöglicht Unternehmen schnell, kostengünstig und risikominimiert neue Ideen auf den Markt zu bringen.
Innovationsmodell

In diesem Artikel wurden Wege aufgezeigt, wie offenes Innovationsmanagement gelingen kann. Neben strukturierter und strategischer Planung zählen auch ein starkes Netzwerk und eine aktive Community zu den Erfolgsfaktoren. Zukunftsorientierten Unternehmen sei daher geraten, Experten und Kunden Anreize zu schaffen, gemeinsam mit ihnen an Innovationen zu arbeiten. Denn dann können Kunden genau die Produkte entwickeln, die ihnen fehlen. Dann können Experten aus anderen Branchen Probleme lösen und Menschen, die sich in einer ganz bestimmten Nische auskennen, ihr Wissen teilen. Dann können Entwürfe von anderen Unternehmen umgesetzt werden und Uniabsolventen mit ihren frischen Ideen neue Märkte erschaffen.


Noch keine Community? Dann wird es höchste Zeit. Eine Strategieberatung hilft dabei, eine aktive Community aufzubauen, von der sowohl die Kunden als auch das Unternehmen profitieren. Hier geht’s lang zu einem kostenlosen Erstgespräch.

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