Pinterest Business-Account von Anfang an clever einrichten

Aller Anfang ist gar nicht so schwer - wenn man denn weiß, wie es geht. Wir haben dich anscheinend davon überzeugt, Pinterest für dein Unternehmen zu nutzen und dem Social-Media-Kanal die Aufmerksamkeit zu widmen, die er verdient hat. Jetzt beginnt in unserer Blog-Serie zu Pinterest der praktische Teil mit dem Einrichten von deinem Pinterest Business-Account. Dieser ist grundsätzlich kostenlos und das Prozedere auch schnell erledigt. Es lohnt aber dennoch, sich an einigen Stellen zu konzentrieren, um keinen Fehlstart hinzulegen. 

Zunächst kurz zu der gelegentlichen Frage, ob nicht auch ein privates Profil bei Pinterest ausreicht oder sogar Pluspunkte hätte, wenn du Pinterest professionell einsetzt.

Welche Vorteile hat ein Pinterest Business-Account?

Es gibt sie tatsächlich immer noch, diese selbsternannten Marketing-Gurus, die meinen, dass man als Unternehmer in den sozialen Netzwerken erfolgreicher agiert, wenn man sich als privater Nutzer ausgibt. Deutsche Gerichte sehen das aber zunehmend ganz ohne Humor und sprechen Geldstrafen aus, falls Mitbewerber auf solchen Schwindel hinweisen. Am Beispiel der sogenannten Influencer ist in aller Deutlichkeit zu beobachten: Grauzonen in Sachen Werbung und Sponsored Content sind Vergangenheit, Juristen drängen auf Klartext. 

Auch die Communitys bei Pinterest und Co. sind ebenfalls sehr viel sensibler geworden gegenüber angeblichen Kumpels, hinter denen sich geschäftliche Interessen verstecken. Nicht zuletzt gibt es bei Pinterest natürlich AGBs, die solches Vorgaukeln falscher Tatsachen verbieten. Von der Idee, einen privaten Account bei Pinterest dafür einzusetzen, dein Unternehmen, deine Produkte und Dienstleistungen zu promoten, solltest du also schleunigst abrücken.

Mit einem Business-Account profitierst du bei Pinterest nicht nur von weitgehend rechtlicher Sicherheit, sondern einer ständig wachsenden Zahl von Features und Tools, die auf Profi-Nutzer zugeschnitten sind. Dazu zählen insbesondere:

  • Pinterest Analytics: Das US-Unternehmen hat auf seiner Plattform Analysewerkzeuge integriert, die dir später helfen werden, sehr genau zu verstehen, welche deiner Aktivitäten warum funktionieren und wo du feiner justieren musst. Zudem bekommst du dort eine sehr genaue Vorstellung von der Zielgruppe, die du erreichst. Pinterest Analytics ist für private Accounts nicht freigeschaltet.
  • Werbung bei Pinterest: Nur mit einem Business-Account kannst du Geld in Kampagnen investieren und die verschiedenen Werbeformate dieses sozialen Netzwerks nutzen. Die Möglichkeiten sind für Deutschland zwar noch sehr beschränkt, aber es ist davon auszugehen, dass sich dies in näherer Zukunft ändert.
  • Verifizierte Webseite: Auch diese Funktion ist eigentlich Business-Accounts bei Pinterest vorbehalten und spielt für deine professionellen Anforderungen eine existenzielle Rolle. Wir kommen später dazu, wie dieser etwas technische Schritt ohne Frust zu bewältigen ist.
  • Pinterest Showcase: Aktuell dürfen nur Unternehmen dieses Gratis-Feature nutzen, dass auf deinem Profil die wichtigsten Offerten optisch attraktiv nach vorne rücken wird.

Alles klar, hast du verstanden, warum für dich ein Business-Account die einzige logische Lösung bei Pinterest ist? Dann ran an den Computer, per Smartphone werden die nächsten Aktionen länger dauern oder sogar unmöglich.

Schritt für Schritt den Business-Account bei Pinterest einrichten

Falls du aus eigenen Gründen ein bereits vorhandenes privates Profil bei Pinterest in einen Business-Account umwandeln möchtest, findest du den entsprechenden Link dafür oben rechts auf der Startseite, nachdem du dich eingeloggt hast. In die Zukunft gedacht, empfehlen wir dir aber, gleich mit einem Business-Account loszulegen. 

Dazu registrierst du dich im ersten Schritt mit einer der Arbeit zugeordneten E-Mail-Adresse und vergibst ein Passwort. Da du später andere E-Mail-Adressen als Mitarbeiter deiner Pinterest-Präsenz eintragen kannst, ist hier nicht zwingend eine Sammel-E-Mail-Adresse notwendig. Nach der Bestätigung deiner Anmeldung leitet dich Pinterest zur Erstellung des Profils. Hier solltest du grundsätzlich alle Felder ausfüllen.

  • Unternehmensname und Benutzername: Der Unternehmensname ist der, welcher auf deinem Profil erscheint und mit dem Direktnachrichten und Kommentare gepostet werden. Der Benutzername ist der, unter dem Pinterest dein Profil als URL verwaltet, was für Google interessant ist. Normalerweise werden diese beiden Namen identisch sein und dem Namen deines Unternehmens entsprechen. Sie können aber auch eine Marke transportieren oder gerade bei Dienstleistern der Klarname sein.
  • Profilbild beziehungsweise Logo: Das Logo deines Unternehmens oder deiner Marke verspricht Wiedererkennungswert und ist deshalb meist die erste Wahl. Erneut gilt: Dienstleister werden vielleicht lieber ein gelungenes Profilfoto verwenden. Profilbild oder Logo werden später bei deinen Aktivitäten auf Pinterest immer wieder stark verkleinert auftauchen - achte also darauf, dass sie selbst als Miniatur aussagekräftig sind.
  • Ort: Ist allein schon deshalb empfehlenswert, weil Suchen immer häufiger mit Standorten verbunden werden. Bei einem stationär verankerten Geschäft ist der Städtename daraus die Konsequenz. Wenn du ausschließlich online Angebote machst, ist wahrscheinlich die Adresse aus dem Impressum maßgeblich.
  • Achtung Impressum: Es gilt Impressumspflicht in Deutschland für gewerbliche Anbieter und dieses Feld ist deshalb Pflicht. Es reicht aber nach gängiger juristischer Einschätzung, einen Link auf dein Impressum auf deiner eigentlichen Haupt-Webseite anzugeben.
  • Kurzbeschreibung: Knackig zu formulieren, was du zu bieten hast und was deine Motivation für den Auftritt ausmacht, ist nicht nur bei Pinterest eine Königsdisziplin. Zwei Sätze reichen zwar völlig, doch die müssen sitzen. Denk darüber nach, wie du hier die Suchbegriffe unterbringst, die dein Projekt charakterisieren. Links darfst du übrigens in der Kurzinfo bei Pinterest nicht setzen.
  • Webseite: Hier kommt der Link zu deiner Webseite hin und zwar ausgeschrieben - Pinterest mag generell keine Linkverkürzer und sperrt diese nach Möglichkeit. Da du deine Webseite nachher noch verifizieren möchtest, wählst du deine Hauptseite und keinen Deep-Link.
  • Facebook und Co: Du kannst dein Pinterest-Profil hier mit anderen sozialen Netzwerken verbinden. Die Auswahl der dafür bereitstehenden Pinterest-Konkurrenten ändert sich regelmäßig. Die Funktion für Faulpelze, die einen Pin automatisch auch anderswo posten möchten, ist aber ohnehin nicht wirklich zu empfehlen, denn platte Kopien funktionieren 2018 im Bereich Social Media nicht mehr.

"Schaufenster bearbeiten" und andere Spezialeinstellungen in deinem Business-Account kommen bei Pinterest später dran. Teils, weil du jetzt du noch keine eigenen Pins und Pinnwände erstellt hast, teils weil sich diese Feinjustierungen daraus ergeben, auf welches Software-Umfeld dein Unternehmen oder Projekt ansonsten setzt. Deshalb jetzt kurz durchatmen, es wird technisch.

Die eigene Webseite für Pinterest vorbereiten - das Verifizieren

Pinterest bietet seinen Profi-Nutzern an, die eigene Webseite verifizieren zu lassen. Lohn der Angelegenheit ist nicht nur ein roter Haken am Profilbild, sondern auch die Einbindung von Tools auf deiner Webseite, die es anderen sehr vereinfachen, Bildinhalte von deiner Webseite auf Pinterest zu übertragen. Dazu kommen verbesserte Pinterest Analytics, ein Verweis auf dein Pinterest-Profil beim Repinnen deiner Posts und künftig vielleicht noch mehr. Du merkst: Diese Verifizierung sollte nicht übersprungen werden. Weil das Unternehmen aber auf Automation setzt, kommt ein wenig HMTL ins Spiel.

  1. Du klickst in deinem Business-Account den Punkt "Webseite verifizieren" unter den grundlegenden Einstellungen an und bekommst nun eine Zeile HTML-Code angezeigt.
  2. Diesen Code kopierst du nun in die Zwischenablage.
  3. Jetzt muss der Code entweder in die Meta-Tags deiner Webseite oder in den Root-Ordner deiner Webseite geladen werden.
  4. Wenn dies geschehen ist, klickst du zurück bei Pinterest auf "Absenden" und solltest innerhalb kurzer Zeit die Bestätigung für die Verifizierung bekommen.

Eigentlich ist dieser Vorgang sehr ähnlich zu dem Einbinden von Affiliate-Codes, wie sie etwa Amazon anbietet. Falls du dich damit bereits auseinandergesetzt hast, sollte auch Pinterest schnell erledigt sein. Ansonsten gibt Pinterest selbst unter dieser Support- Webseite Links zu Anleitungen für häufig verwandte Webhost-Programme wie etwa Wordpress, Shopify oder Wix. 

Vertrau uns: Das hört sich alles komplizierter an, als es in Wirklichkeit ist. Wenn du dir trotzdem unsicher bist, wende dich an deinen Webmaster oder einen Mitarbeiter, der Grundkenntnisse in HTML hat. Es besteht übrigens weiter auch die Möglichkeit, eventuelle Konten bei YouTube, Etsy und Instagram mit deinem Pinterest-Account zu verknüpfen. Wie das funktioniert, erklärt Pinterest hier.

Weitere Möglichkeiten, um deine Webseite für Pinterest zu optimieren

Ist deine eigene Webseite erst einmal von Pinterest verifiziert, kannst du auf ihr Verknüpfungen zur Plattform schaffen. Dazu hat Pinterest einen sogenannten Wider Builder vorbereitet. Ist dieser eingerichtet, ergeben sich diese Optionen:

Mach es Besuchern einfach, das bei dir vorliegende Bildmaterial direkt auf Pinterest zu posten. Sie sehen das Pinterest-Symbol (Pin-it-Pin), wenn sie auf deiner Webseite unterwegs sind und können Bilder von dort mit wenigen Klicks in ihre Pinterest-Sammlung aufnehmen.

Webseiten-Besucher können deinem Pinterest-Profil folgen, ohne erst zu Pinterest zu wechseln (Follow-me-Button).

Umgekehrt kannst du auch neue Pins, die du bei Pinterest gesetzt hast, automatisch auf deine Webseite übertragen lassen.

Neben den ganz praktischen Vorteilen, welche die Verzahnung deiner Webpräsenz mit Pinterest eröffnet, machst du so auf deiner Webseite auch optisch deutlich, dass du Pinterest als Plattform schätzt. Weitergehende technische Informationen hat Pinterest auf dieser Webseite gesammelt. Wie gesagt: Keine Scheu vor etwas HTML oder ein, zwei Stunden gemeinsamer Arbeit mit deinem Webmaster - denn hinterher ist die Aufgabe für immer erledigt.

Fazit: Der Pinterest-Business-Account steht - wie geht es weiter?

Die praktischen Vorbereitungen für die effiziente Nutzung von Pinterest für dein Unternehmen sollten nun abgeschlossen sein. Frage ruhig auch Freunde, wie ihnen dein Pinterest-Profil gefällt. Gerade bei den Punkten Profilbild/Logo und Kurzinfo wirst du dann vielleicht noch etwas nachbessern. Ob das technische Implizieren geklappt hat, findest du gegebenenfalls durch Ausprobieren heraus. Jetzt wird es also Zeit, auch inhaltlich auf Pinterest loszulegen. Dazu findest du hier auf unserem Blog schon bald weitere Posts, die sich mit den grundlegenden Funktionen von Pinterest und mehr beschäftigen.

Nur für kurze Zeit: Baue gemeinsam mit uns deine Community auf! Sei dabei bei der Community Builder Challenge 2019!
Pergenz Social Media Test

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?