Erste Schritte auf Pinterest - so klappt dein Start

Hereinspaziert in die prall gefüllte Ideenwelt von Pinterest. Du kennst bereits die Vorteile von Pinterest und die ersten Vorbereitungen für den Auftritt deines Unternehmens, deines Projekts auf diesem Social Media Kanals sind nun abgeschlossen. Jetzt wird es Zeit, auch inhaltlich loszulegen. 

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns damit exemplarisch, welche der anderen aktuell gut 250 Millionen Pinterest-Nutzer das soziale Netzwerk geschäftlich erfolgreich nutzen und was du daraus lernen kannst. Viele der Themen, die dabei angesprochen werden, kommen später in unserer Pinterest-Serie noch detaillierter unter die Lupe. Heute geht es darum, erste Schritte auf Pinterest zu wagen, ohne dabei auszurutschen.

Best Practices bei Pinterest - Pinnwände anlegen

Um selbst Content bei Pinterest zu platzieren, brauchst du Pinnwände, manchmal auch Boards genannt. Jede Pinnwand bekommt einen Namen plus Kurzbeschreibung. Einrichten kannst du die Pinnwände am einfachsten über die Profilseite deines Business-Accounts. Aber welche Boards bieten sich an? Für den Anfang empfehlen wir dir, jeweils eine Pinnwand für jedes der Keywords zu kreieren, welches du auch bei deinen anderen Internet-Aktivitäten als attraktiv identifiziert hast. Einige Beispiele und Ideen:

  • Dein Unternehmen verkauft Produkte, die zu einem Oberbegriff passen? Dann wirst du Pinnwände zu jeder der Sparten anlegen, also nicht einfach "Hochwertige Schokolade", sondern einzelne Pinnwände für "weiße Schokolade", "Milchschokolade", "Bio-Schokolade" und so weiter. Ritter Sport beispielsweise macht das vorbildlich gut und kommt damit auf rund eine halbe Millionen Betrachter pro Monat bei Pinterest.
  • Dein Unternehmen bietet Produkte an, die typischerweise weiterarbeitet werden? Bündel doch Ideen dazu unter einzelnen Pinnwänden. Falls du etwa exotische Gewürze vertreibst, wären das Rezeptideen zu deinen Bestsellern, eine Pinnwand pro Gewürz bei Pinterest. Die eigentlich so biederere Supermarktkette Edeka erreicht mit ihren thematisch geordneten Pinnwänden monatlich mehr als 1,7 Millionen Betrachter.
  • Du bietest selbst Dienstleistungen an oder vermittelst diese? Die Aspekte davon, die sich gut bebildern lassen, sind jeweils eine eigene Pinnwand bei Pinterest wert. 2,6 Millionen monatliche Betrachter bei Hochzeitswahn sind eine echte Hausnummer. Hier siehst du auch beispielhaft, dass dieser Anbieter teils mit englischen Keywords agiert. Das Vokabular rund um Hochzeit und Eheversprechen ist auf deutsch so spezifisch ist, dass man die Reichweite bei der Beschränkung auf Deutsch unnötig verkleinern würde.

Damit dein Profil später auch in der ersten Übersicht optisch einen guten Eindruck macht, solltest du dir vornehmen, mindestens zwölf Pinnwände anzulegen. Hier weitere Denkanstöße dazu, wie du eines deiner einzelnen Keywords gleich bei mehreren Pinnwänden bei Pinterest elegant unterbringst:

  • Sind deine Angebote in irgendeiner Form saisonbezogen? Dann bist du mit Überschriften à la "Yoga im Herbst", "Yoga im Frühling" auf deinen Pinnwänden dabei. Oder du bietest passende Kochrezepte für jeden Monat an. Oder du erstellst Themenwände bei Pinterest dazu, was rund ums Angeln zu welcher Jahreszeit wichtig ist. Keyword plus Jahreszeit oder Monat sind eine gute Kombination.
  • Machst Du etwas mit Mode? Nach Bluse, Rock und Schuhen kann jeder unterscheiden, aber vielleicht passt es ja für dich auch, die Ideen und dementsprechend Pinnwände nach Farben zu sortieren. Das sieht optisch prima aus und ergibt zudem erfolgversprechende Pärchen aus Keyword plus Farbe, einer häufigen Suchkombination bei Produkten und Ideen.
  • Sind die Produkte oder Dienstleistungen typischerweise in unterschiedlichen Landschaften, Städten oder Kontinenten beheimatet? Dann lege doch Pinnwände an, die Namen tragen wie "Tauchen im Mittelmeer" und "Tauchen in Ägypten" oder "Radfahren an der Donau" und "Radfahren am Rhein". Orte und Regionen werden gern in Kombination mit Aktivitäten bei Pinterest gesucht.
  • Spiel mit inspirierenden, emotionalen Überschriften wie "Lieblings....", "Schönste ....", "Beste ...." oder "Unvergesslich ...". Deutlich mehr als die Hälfte der Pinterest-Nutzer sind weiblich und auch kreative Männer haben Gefühle. Wenn bei der Pinterest-Suche Pinnwände aufklappen, die schon vom Titel und erstem Foto ans Herz gehen, hast du gewonnen.

Damit Pinnwände bei Pinterest überhaupt gut aussehen, brauchen sie mindestens sechs einzelne Pins. Wir kommen in einem Blogbeitrag hier noch ausführlich darauf zu sprechen, was den idealen Pin ausmacht. Wichtig für deine ersten Pinnwände ist aber:

  • Solange die Pinnwand noch nicht gefüllt ist, stellst du sie auf "geheim" und änderst diese Einstellung erst, wenn du wirklich mindestens sechs schöne Pins zusammengetragen hast.
  • Zu jedem Pin gehören ein Link und zumindest ein kurzer Beschreibungstext. Dieser hilft bei der Pinterest-Suche, deshalb auch hier wieder Keywords unterbringen. Das Thema Rich-Pins wird uns später noch ausführlich beschäftigen. Wenn du den Inhalt selbst erstellt hast, linkst du natürlich auf deine Webpräsenz.
  • Du kannst auf den Pinnwänden per Maus die einzelnen Pins einfach gegeneinander verschieben, also ihre Reihenfolge verändern. Der erste Pin (Top-Pin) sollte immer der sein, der am meisten ins Auge sticht. Denn je nachdem, ob andere Nutzer auf Pinterest per Desktop-PC oder Smartphone-App zugreifen, ändert sich das Anzeigeformat. Gute Pinnwände werben mit Hinguckern für ihre weiteren Inhalte.
  • Pflege deine Pinnwände: Du wirst schnell merken, dass andere Pinterest-Nutzer Boards von dir folgen. Die bleiben am Ball, wenn du ihnen regelmäßig neuen Content lieferst, selbst wenn dieser aus Repins besteht.
  • Überhaupt: Löse dich von dem Gedanken, dass dein Content durchgehend exklusiv sein müsste. Du solltest schon auf jeder Pinnwand ein, zwei Pins haben, die originär von dir kommen - doch die anderen Plätze darfst du gerne mit fremden Pins auffüllen. Wichtig ist, dass das Thema der Pinnwand, des Board der Ideen dem Titel und der Kurzbeschreibung entspricht. Enttäuschte Erwartungen sind nicht nur beim Social-Media-Kanal Pinterest Gift für erfolgreiche Strategien.

Apropos Strategien: Mindestens eine Pinnwand, die sich dem "Hinter den Kulissen" deiner Firma beschäftigt, ist ein Muss. Sie mag zwar optisch nicht besonders eindrucksvoll sein und auch nicht die Klickraten anderer Boards erreichen, doch sie schafft Vertrauen bei Kunden, die sich dein Profil genauer anschauen. 

Thematisch kannst du diese Pinnwand "Über uns ..." beispielsweise mit Fotos von Mitarbeitern plus Kurzbiografie füllen, mit Einblicken in dein Restaurant, Geschäft oder deine Manufaktur. Oder du zeigst dort die Vorbereitungen für deine Veranstaltungen oder den Fertigungsprozess deines Produkts. Auf dieser Pinnwand jedenfalls sind nicht unbedingt perfekte Fotos gefragt, aber tatsächlich ausschließlich dein eigener, authentischer Content.

Keywords: Das Suchfeld bei Pinterest clever nutzen

Die einfachste Möglichkeit, um deine Keyword-Strategie bei Pinterest im Detail zu justieren, bietet das plattform-eigene Suchfeld. Wenn du hier deine bewährten Keywords eingibst, schlägt der Algorithmus von Pinterest gleich die ergänzenden Begriffe vor, die am häufigsten verwendet werden. So findest du zu einem Oberthema wie "Nikolaus" auch gleich den Vorschlag "Geschenk" und von dort aus weiterführend "Mann", "Eltern", "Kind" und so weiter. Diese Unterkategorien werden zusätzlich in einer Buttonleiste eingeblendet. Notiere dir deine Keywords plus ergänzende Begriffe, damit du deine Sammlung stets parat hast, wenn du eigene Pinnwände und Pins anlegst.

Gruppenpinnwände - der Schlüssel zu mehr Reichweite bei Pinterest

In Ergänzung zu den üblichen Boards kennt Pinterest Gruppenpinnwände. Hier können mehrere Nutzer pinnen, einzige Voraussetzung ist, dass der ursprüngliche Ersteller der Pinnwand jeden einzelnen dazu eingeladen hat. In unserer Blog-Serie wird noch einen ganzen Beitrag über Gruppenboards geben - für den Moment halte diese Option in zweierlei Hinsicht im Hinterkopf: Deine eigenen Gruppenboards können dir hilfreich dabei sein, andere Pinterest-Nutzer zum Mitmachen zu animieren. Da ihre Pins dann auch an deren Follower gehen, wird schnell größere Reichweite erzielt. Und du selbst solltest, wenn du schöne Gruppenpinnwände entdeckst, freundlich nachfragen, ob du dich beteiligen darfst. Denn so erreichst du direkt die anderen Pinterester, die sich für die Themen interessieren, in denen dein Unternehmen oder Projekt beheimatet ist.

Fazit: Erste Schritte auf Pinterest sind einfacher als gedacht

Du hast jetzt erste Eindrücke davon bekommen, wie Pinterest aufgebaut ist, wie du Pinnwände erstellst, wo du deine Keywords einbaust und wie du sie bestimmst. In unseren nächste Beiträgen werden wir uns darauf fokussieren, wie du Reichweite und Community bei Pinterest aufbaust. Dabei helfen eine durchdachte Content-Strategie, passende Gruppenpinnwände und natürlich auch bezahlte Werbung und Influencer-Marketing. Wir kommen weiter noch ausführlich auf den perfekten Pin zu sprechen und was gute Pins kennzeichnet. Du wirst schnell merken, dass Pinterest mit seinem Konzept als der etwas anderer Social-Media-Kanal weit mehr Potenzial hat als manche Unternehmer bislang begreifen.

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